Qualitätskontrolle : Wie Qualitätskontrolle an der Produktionslinie in Echtzeit durchgeführt werden kann

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usePAT ermöglicht dank seiner patentierten Ultraschall-Technologie Messungen in industriellen Flüssigkeiten direkt an der Produktionslinie. Aufgrund der Aufbereitung durch usePAT werden Daten in Echtzeit gewonnen. Die Probenentnahme und deren Auswertung im Labor entfällt. Wurden Abweichungen festgestellt, kann die Prozesskontrolle sofort
entgegenwirken.

Thomas Fuhrmann, Qualitätsmanager bei Henkel Wien: „usePAT hilft uns bei der Probenaufbereitung, das passiert bereits in der Anlage selbst. Wir können damit Unregelmäßigkeiten direkt im Produktionsprozess sofort erkennen. Unsere Chargen-Freigabe ist durch die Hightech-Unterstützung um 75 Prozent schneller geworden.“

Die Technologie von usePAT

Henkel produziert am Standort Wien-Erdberg jährlich rund 200.000 Tonnen Flüssigprodukte aus dem Bereich Wasch- und Reinigungsmittel von Marken wie Persil, Fewa, Silan, Pril oder Clin. Eine Herausforderung für diverse Qualitätskontroll-Messungen direkt an der Produktionslinie besteht in der Blasenbildung während des Herstellprozesses. usePAT kann mit seiner Technologie Partikel, Tröpfchen, aber auch Luftbläschen in Flüssigkeiten kontrollieren. Luftbläschen werden von einer bestimmten Stelle entfernt, um dann an genau diesem Punkt die gewünschten Messungen durchführen zu können.

Gemeinsam mit den Supply Chain-Experten von Henkel konnten wir diese neue Anwendung der Entgasung direkt an der Produktionslinie für die Herstellung von Flüssigprodukten von Henkel erarbeiten, die die in-line Messung verschiedener Parameter ermöglicht.
Christoph Gasser, Projektleiter bei usePAT

Kooperation Henkel & usePAT

Die Zusammenarbeit zwischen Henkel und usePAT startete versuchsweise Ende 2019. Seit Jahresbeginn ist das Kontrollsystem nunmehr in den Produktionsablauf fix integriert. Mag. Georg Heinz, Co-Geschäftsführer usePAT: „Die Zusammenarbeit mit Branchenprimus Henkel hat von Anfang an gut funktioniert. Das ist nicht selbstverständlich, wenn zwei Unternehmen von so unterschiedlicher Größe kooperieren. Für mich ein Zeichen, dass Henkel stark an innovativen Lösungen interessiert ist. Wir betreuen inzwischen Kunden in Australien, den USA, Kanada und natürlich in Europa. Umso schöner ist es, wenn auch in unserer Heimatstadt Wien die Technologie wertgeschätzt wird und Anwendung findet.“

Über usePAT

Gegründet Anfang 2018 als Spin-Off der TU Wien, hat usePAT die Inkubatoren INiTS der Stadt Wien und i2c der TU Wien durchlaufen. Im jungen Hightech Unternehmen arbeitet ein Team von 20 Personen an der Kommerzialisierung der Universitätsausgründung. Mit der patentierten Ultraschalltechnologie können kleine Partikel in Flüssigkeiten kontrolliert werden. Einerseits werden so „in-line Proben“ hergestellt und diversen Sensoren präsentiert, die dann die Messungen durchführen. Eine aufwändige Probenentnahme entfällt. Andererseits werden mit den usePAT-Produkten Fenster von Sonden, die direkt in der Produktion messen, sauber gehalten, um durchgehend akkurate Messergebnisse sicherzustellen. Zu guter Letzt können Luftbläschen kontrolliert werden, um Messungen zu ermöglichen.