MIT Europe Conference : Blick in die Zukunft der Produktion
Das Timing für die MIT Europe Conference 2025 könnte nicht besser sein. Österreich Industrie befindet sich im tiefen Strukturwandel. Die Wettbewerbsfähigkeit lahmt. Es braucht dringend Innovation und neuen Schwung für den Standort. Österreichs Wohlstand hängt schließlich von einer zukunftsfitten Industrie ab. Das Thema der diesjährigen Konferenz „The Future of Manufacuring“ passt da perfekt. Bei der MIT Europe Conference am 26. und 27. März 2025 in der WKÖ werden einige der weltbesten Köpfe des Massachusetts Institute of Technology (MIT) Einblicke in ihre Forschung teilen und den Teilnehmer:innen wertvolle Erkenntnisse und Denkanstöße für den Industrie-Turnaround geben.
Welche Auswirkungen haben neue Technologien auf neue Produkte und Geschäftsmodelle? Welche Entwicklungen und Trends werden in Unternehmen immer stärker Einzug halten? Wo wird der Hebel am effektivsten angesetzt, um positive Veränderungen zu erzielen? Antworten auf diese Fragen liefern Professor:innen und Forscher:innen der weltweit führenden US- Spitzenuniversität. „Das Line-up kann sich wirklich sehen lassen“, sagt Michael Otter, Leiter der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA in der WKÖ.
Das große Thema der diesjährigen Konferenz ist „The Future of Manufacturing“. Es geht also darum, wie wir in Zukunft produzieren werden – „eine Schlüsselfrage für das Industrieland Österreich“, betont Otter. Die Konferenz bietet einzigartige Einblicke in die aktuelle Forschungsarbeit des MIT rund um die Entwicklung neuer Produktionstechniken, -methoden und deren Anwendungen. Im Fokus der diesjährigen Konferenz stehen insbesondere Anwendungen der Künstliche Intelligenz, die Skalierung von Produktionsprozessen oder etwa die Biotech-Produktion von Lebensmitteln, die nicht nur schmecken und sättigen, sondern künftig auch helfen werden, Krankheiten zu heilen. „Besonders spannend ist die Verschränkung dieser Themen. Wir sehen zum Beispiel, wie KI-Systeme moderne Produktionsprozesse nicht nur effizienter machen, sondern sich auch auf Arbeitsplätze in der Industrie auswirken“, erklärt Otter.

Workshops mit MIT-Spitzenforschern
Herzstück der MIT Europe Conference sind neben den Vorträgen die Deep Dive-Workshops, wo die Forscher:innen ihre Themen praxisnah und zusammen mit den Besucher:innen vertiefen. „Die MIT Europe Conference bietet den Teilnehmer:innen eine einzigartige Gelegenheit, mit den Spitzenforscher:innen des MIT in den Austausch zu treten“, sagt Otter.
In Europa und auch Österreich geht es immer wieder darum, regulatorische Rahmenbedingungen zu entwickeln, die Innovation und ethische Prinzipien in Einklang bringen. „Europa hat das Potenzial, eine führende Rolle in der verantwortungsvollen Technologieentwicklung zu spielen. Wir sehen das bereits in Bereichen wie Green Tech, KI-Ethik und Quantentechnologie. Die Herausforderung wird sein, diese Entwicklungen zu beschleunigen und gleichzeitig unsere Werte und Standards hochzuhalten. Die MIT Conference in Wien setzt einen wichtigen Schritt in diese Richtung“, erläutert Otter.
Der Balance zwischen Innovation und Verantwortung wird die Konferenz Rechnung tragen. Noch wichtiger wird es jedoch sein, neue Lösungen und Produkte zu entwickeln – also Produkte, die international wettbewerbsfähig sind. „Als Außenwirtschaft der Wirtschaftskammer bauen wir vor allem Brücken – zwischen Amerika und Europa, zwischen Forschung und Industrie, zwischen Vision und Realität. Die Konferenz soll ein Katalysator für neue Kooperationen und Innovationen sein. Besonders wichtig ist mir dabei der Austausch zwischen etablierten Expert:innen und der nächsten Generation von Innovator:innen. Deshalb haben wir auch ein spezielles Programm für Studierende und junge Forscher:innen aufgelegt“, sagt Otter abschließend.
Brilliant Minds – Keynote Speaker der MIT Conference
-
Ben Armstrong
Ben Armstrong ist Forschungsdirektor am Industrial Performance Center des MIT. Als Co-Leiter der "Work of the Future"-Initiative beschäftigt er sich schwerpunktmäßig damit, wie sich Arbeitnehmer:innen, Unternehmen und Regionen an den technologischen Wandel anpassen. Seine Forschung hat konkrete praktische Relevanz: In Zusammenarbeit mit dem US-Verteidigungsministerium entwickelt er einen nationalen Plan für die amerikanische Fertigungsindustrie und erarbeitet Strategien für wirtschaftlich schwächelnde Regionen in den USA. Charakteristisch für Armstrongs Arbeit ist die Verzahnung von Wissenschaft und Praxis. Er arbeitet regelmäßig mit Regierungen, gemeinnützigen Organisationen und Unternehmen zusammen, um Forschung und Bildung für Praktiker und politische Entscheidungsträger nutzbar zu machen.
-
Suzanne Berger
Suzanne Berger ist MIT Professor Department Political Science, die bei der MIT Europe Conference über das Thema „How we will make things“ sprechen wird. Berger ist Co-Leiterin der neuen Manufacturing@MIT-Initiative, die Ingenieure, Sozialwissenschafter:innen und Wirtschaftswissenschafter:innen zusammenbringt, um zu erforschen, wie die Fertigung optimal neugestaltet werden kann. Sie leitete das MIT-Projekt „Production in the Innovation Economy“.
Die Professorin hat zudem langjährige Europa-Erfahrung. Sie war Gründungsvorsitzende des Social Science Research Committee on West Europe und Vizepräsidentin der American Political Science Association. Die französische Regierung hat ihr die Palmes Académiques, den Chevalier de l'Ordre National du Mérite und die Légion d'Honneur verliehen.
-
J. Christopher Love
Love ist ein renommierter Wissenschaftler am Massachusetts Institute of Technology (MIT), wo er als Raymond A. und Helen E. St. Laurent Professor für Chemical Engineering tätig ist. Er hat sich besonders im Bereich der Biotechnologie und Immunologie einen Namen gemacht. Seine Forschung konzentriert sich auf die Entwicklung innovativer Technologien für die Herstellung von Biopharmazeutika.
-
Bruce Lawler
Bruce Lawler, Geschäftsführer von MIT MIMO (Machine-Intelligence for Manufaturing and Operations), stellt praktische und erfolgreiche Anwendungen von Analytik und KI für die Fertigung in kleinen, mittleren und großen Unternehmen in den USA vor.
-
Hiram Samel
Hiram Samel von der MIT Sloan School of Management gibt Einblicke in Prozesse und Strategien US-amerikanischer Unternehmen bei der Skalierung neuer Produktionstechnologien.
Zur MIT Europe Konferenz:
Dass die MIT Europe Conference ausgerechnet in Wien tagt, hat gute Gründe. Michael Otter: „Wien hat sich in den vergangenen Jahren als führender Technologie-Hub in Zentraleuropa etabliert. Die Kombination aus erstklassigen Forschungseinrichtungen, einem aufstrebenden Start-up-Ökosystem und der strategischen Lage zwischen Ost und West macht unsere Bundeshauptstadt zu einem exzellenten Austragungsort. Außerdem haben wir hier eine lange Tradition der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie. Mit der MIT Europe Conference 2025 holen wir herausragende Forscher:innen aus den USA zu einer der bedeutendsten europäischen Technologiekonferenzen. Das ist heuer übrigens die 10. MIT Europe Conference in Wien – worauf wir sehr stolz sind.“
Weitere Informationen und Anmeldung: THE FUTURE OF MANUFACTURING
