Umsatzsensation : Wie Reisch Maschinenbau den Umsatzsprung schaffte

Frastanz, 2.09.2021 Reisch Maschinenbau, Mitarbeiter, Lehrlinge, Produktion, Büro, Inseratkampangne

Die versammelte Mannschaft des Sondermaschinenbauers und Lohnfertigers Reisch.

- © mathis.studio

Glück im pandemischen Unglück könnte man die Entwicklung beim Maschinenbauer Reisch im Jahr 2020 bezeichnen. Zunächst brach dieser covid-bedingt um ungefähr ein Drittel gegenüber 2019 ein. Etwa 50 Prozent des Umsatzes generiert das Vorarlberger Unternehmen mit der Lohnfertigung großer Teile. Die anderen 50 Prozent kommen aus dem Projektgeschäft, also dem Sondermaschinen- und Anlagenbau. „Der Bereich Investitionsgüter ist krisenbedingt 2020 komplett eingebrochen. Aufträge wurden gestoppt oder gar storniert und Anfragen blieben aus“, erinnert sich Geschäftsführer Arno Reisch.

Ranking: Die Top 50 im Maschinenbau

Wie geht es den heimischen Maschinenbauern? Wer sind die Gewinner von 2021, wer hat mit einem Umsatzrückgang zu kämpfen? Im Gesamten betrachtet hat sich die Branche nach dem ersten Jahr der Pandemie zunächst erholt. Doch Euphorie will sich angesichts der weltweit angespannten Lage nicht einstellen.

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Großauftrag bringt Aufschwung

Doch schon Ende 2020 konnte er wieder aufatmen: „Da erhielten wir den Zuschlag für den größten Einzelauftrag in unserer fast 100-jährigen Firmengeschichte“, berichtet Reisch. Auftraggeber war Virturail, ein Hersteller von Automated Service Vehicles für die Baustellenlogistik. Die Firma Reisch hat als Konstrukteur die Schwerlastfahrzeuge mitentwickelt und die ersten zwölf davon im eigenen Werk produziert. Doch auch abgesehen von diesem Großauftrag sprang beim Vorarlberger Maschinenbauer auch im Bereich der Lohnfertigung das Geschäft schnell wieder an. „Bereits 2021 konnten wir das Niveau von 2019 wieder erreichen, bzw. sogar geringfügig steigern“, bekundet Reisch.

Investition dank Prämie

Aufgrund der vom Bund angebotenen sogenannten Investitionsprämie hat die Reisch Maschinenbau GmbH eine für 2022 geplante Investition auf das Jahr 2021 vorgezogen. Im Juli letzten Jahres erwarb man die CNC-Fräse SORALUCE TA-D25 von BIMATEC SORALUCE, um speziell das allseitige Bearbeiten großer Frästeile noch schneller und wirtschaftlicher durchführen zu können. Dazu sagt Reisch erfreut: „Aufgrund der seit Ende letzten Jahres sehr guten Konjunktur – nun speziell im Bereich Lohnfertigung – hat sich diese Entscheidung als absolut richtig erwiesen!“.

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