Messtechnik : Koordinatenmessgeräte: Wo High-End nicht alles ist

Werth ist bekannt durch seine High-End-Geräte, wie etwa optische Messgeräte mit bis zu 14 Sensoren. Im Vergleich: Optische Standard-Messgeräte haben meist nur drei Sensoren. Die höchst präzisen Geräte werden etwa in der Medizintechnik eingesetzt. Diese haben durch ihre umfassende Ausstattung und große Genauigkeit natürlich ihren Preis.

Messen im Nanobereich

Werth konzentriert sich auf die Entwicklung, die Fertigung und den Vertrieb von Koordinatenmessgeräten mit Optik, Taster, Computertomografie und Multisensorik sowie die Messung von Mikromerkmalen. In diesen Bereichen gilt der Anbieter auch als weltweiter Technologieführer. Die erzielbare Genauigkeit der Werth-Geräte kann bei wenigen Mikrometern oder bei hochgenauen Systemen sogar im Bereich von wenigen 10 Nanometern liegen - eine Genauigkeit, die laut dem Unternehmen sonst niemand erreicht.

Weltweit sind über 10 000 Werth-Koordinatenmessgeräte in verschiedensten Industriezweigen installiert. Beispiele für Anwendungsfelder dieser Geräte sind: Luft- und Raumfahrt, Automobilbau, Elektronikindustrie, Schmuckherstellung, Uhrenindustrie, Werkzeugbau, Kunststoffspritzgießen, Medizintechnik, Turbinenbau sowie Aluminium- und Kunststoffextrusion.

Nicht nur High-End

Sie seien auch im Standard-Segment stark, betont ein Mitarbeiterauf der Control - Fachmesse für Qualitätssicherung - in Stuttgart. Als stärkste Mitbewerber nennt er die Firmen Hexagon und ZEISS, wobei sich letztere im Bereich der Optik seinen Namen gemacht hat. Werth gibt es bereits seit mehr als 70 Jahren. Die Firma bot ursprünglich einfache Profilprojektoren an, doch mit der Zeit wurde die Messtechnik immer genauer. Was auf KundInnenseite aber vielen nicht bewusst ist, ist das ebenfalls vorhandene Sortiment an einfachen, erschwinglicheren Messgeräten. Das möchte man in Stuttgart ändern.

Wohin Innovationen von Werth hingehen? Noch mehr Sensoren an den Messgeräten sind jedenfalls nicht zu erwarten: „Bei 14 ist Schluss“, prognostiziert der Vertriebsmitarbeiter am Werth-Stand auf der Control-Messe. „Aber an der Schnelligkeit kann man immer noch was verbessern“.

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Das Multisensor-Koordinatenmessgerät für fertigungsnahes Messen kleiner Werkzeuge
NanoMatic Das Multisensor-Koordinatenmessgerät von Werth für fertigungsnahes Messen kleiner Werkzeuge. - © Werth