Und wenn man schon das Wort Nachhaltigkeit strapaziert, kommt man an einem Teilnehmer des Leitprojekts garantiert nicht vorbei. Schließlich gibt es kaum Betriebe, deren wirtschaftliche Ziele nachhaltiger und sozialer gestaltet sind, als die von GW St. Pölten. Erklärtes Ziel ist die Beschäftigung, Ausbildung und Integration von Menschen mit Behinderung unter Berücksichtigung aller gesetzlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Als eines von acht integrativen Unternehmen in Österreich beschäftigt man derzeit rund 520 Personen (30 Lehrlinge), 70 Prozent davon mit Behinderung. 2017 erwirtschaftete man in fünf Geschäftsfeldern (Metalltechnik, Elektrotechnik, Schilder/Werbetechnik, Textil und Dienstleistungen) einen Umsatz von ca. 24 Mio. Euro. „Man kann sich sicher sehr gut vorstellen, dass wir durch den hohen Anteil an behinderten Mitarbeitern einen wesentlich höheren Kostenaufwand haben. Wir müssen etwa Arbeitsplätze speziell adaptieren und dafür sorgen, dass auch das betriebliche Umfeld stimmt. Gleichzeitig müssen wir aber auch wettbewerbsfähig bleiben, ein verlässlicher Lieferant sein und gute Qualität abliefern. Und das funktioniert nur, wenn wir alle Möglichkeiten ausschöpfen, unsere Prozesse zu optimieren und teilweise auch zu automatisieren. Allerdings nur soweit, dass wir durch die Automatisierung neue Arbeitsplätze schaffen und wir die Qualität unserer Produkte absichern bzw. Fehlerquellen reduzieren können“, skizziert Gerhard Nachförg, Geschäftsführer von GW St. Pölten, die Herausforderungen. Aus diesem Grund habe man sich auch entschieden am Projekt BaMa teilzunehmen.