Ein wichtiges Projekt, an dem man aktuell arbeitet, ist die Einführung der Software „IBM Connections“ in den Produktionsprozess. Dabei handelt es sich um eine Art betriebsinternes Facebook. „Man kann in Gruppen oder im öffentlichen Bereich über Themen diskutieren, Verbesserungsvorschläge machen, sich austauschen“, erklärt Tinzl. Bei 530 Mitarbeitern, die im Drei- oder Vier-Schicht-Betrieb arbeiten, keine leichte Aufgabe. „Aber eine besonders wichtige“, wie Tinzl sagt. „In dieser Unternehmensgröße ist es nicht mehr möglich, dass sich die Mitarbeiter und Führungskräfte ständig persönlich austauschen, manche sehen sich wegen ihrer Arbeitszeiten auch nur selten.“ Seit einem Dreivierteljahr arbeiten die Kärntner schon damit und man komme nun endlich dem Ziel einer verbesserten Kommunikation näher. Damit sollen künftig Fehler vermieden und die Produktivität gesteigert werden. Für Tinzl ist es wichtig zu verstehen, dass die Mitarbeiter dieses System immer weiter voranbringen. „Zuerst, indem sie die Software weiterentwicklen. Später, indem sie das System mit Informationen füttern“, erklärt er. Aber wieder: Was heute sehr gut funktioniert, war in den Anfangsjahren keine Selbstverständlichkeit. „Es gab eine gewisse Skepsis. Gerade für Führungspersonen war es schwierig, wichtige Aufgaben wie Personaleinsatz oder Auftragsvergabe von einer Software planen zu lassen“, erinnert sich Tinzl. Mit der Zeit habe sich aber gezeigt, dass diese Art der Planung tatsächlich besser funktioniert.