Transport

UPS investiert in autonome Lkw

UPS investiert über UPS Ventures in selbstfahrende Lkw. Dafür erwarb das KEP-Unternehmen kürzlich eine Minderheitsbeteiligung an TuSimple.

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Schon bald ein Bild aus der Vergangenheit?

UPS arbeitet schon länger mit dem Unternehmen TuSimple zusammen. Seit Mai befördert TuSimple UPS-Fracht zwischen den Städten Phoenix und Tucson im US-Bundesstaat Arizona. Bei den Fahrten seien jeweils ein Fahrer und ein Techniker an Bord. Es würden dabei Daten über Fahrzeit und Entfernung im automatisierten Betrieb sowie über die Sicherheit gesammelt, berichtet Golem. 

Auch Kroger testet autonome Zustellung

Nicht nur UPS arbeitet an der autonomen Versorgung. Das US-Unternehmen Kroger startet im Herbst eine Testphase für den Einsatz autonomer Zustellfahrzeuge in der Region Houston, Texas. Der Retailer arbeitet mit dem Robotikunternehmen Nuro.ai zusammen. Das kleine Fahrzeug soll in Zukunft Lebensmittel zustellen. Auch deutsche Retailer interessieren sich für den Test in den USA.

Robotikunternehmen Nuro.ai mit an Bord

Aus zwei Kroger-Supermärkten sollen die autonomen Lieferfahrzeuge Kunden in Houston, Texas, versorgen, berichtet Forbes. Die Lieferung ist auf vier Postleitzahlengebiete, zwei in der Nähe jedes Marktes, beschränkt, heißt es weiter. In der Vergangenheit setzte Nuro.ai auf bestehende Pkws, beispielsweise Toyota Prius, die bereits seit Mitte April in Houston unterwegs sind und deren Sensorik und Fahrmanöver noch von Menschen überwacht werden. In Arizona testete Kroger bereits den Transport mit den Pkws. Im anstehenden Kroger-Test soll ein neues Fahrzeug namens R1 fahren, das speziell für den Transport von Waren entwickelt wurde. Die Firma Nuro.ai sitzt in Kalifornien, wurde von zwei ehemaligen Google-Mitarbeitern gegründet und erhielt vor wenigen Wochen eine Finanzspritze von 940 Mio. US-Dollar durch den japanischen Technologiekonzern Softbank.

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Zugangscode öffnet Türen

Das neue Fahrzeug ist kleiner als ein Pkw, fährt elektrisch maximal 25 Meilen pro Stunden und enthält zwei Fächer Stauraum. Der Kunde öffnet die Türen mit einem Zugangscode und entnimmt seine Tüten. Auf einem Bügel auf dem Dach sind die Lidar-Sensoren, Radar und mehrere Kameras angebracht, mit denen sich das Nuro-Auto im Straßenverkehr orientieren können soll. Lidar steht für light detection and ranging. Dabei handelt es sich eine dem Radar verwandte Methode zur optischen Abstands- und Geschwindigkeitsmessung sowie zur Fernmessung atmosphärischer Parameter. Statt der Radiowellen wie beim Radar werden Laserstrahlen verwendet. 

Durch die Partnerschaft von Kroger und Nuro.ai können Kunden am selben Tag Lieferaufträge über das ClickList-Bestellsystem von Kroger und die App von Nuro.ai aufgeben, berichten die beiden Unternehmen. Laut einem Bericht von Forbes soll es keinen Mindestbestellwert für Kunden geben. Eine Versandpauschale von 5,95 US-Dollar pro Lieferung fällt aber an. Auch deutsche Retailer interessieren sich für das Projekt. In Präsentationen verweisen Manager immer wieder auf die Idee in Houston.

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