Konjunktur

Trumpf: Aufschwung könnte jäh enden

Der Maschinenbauer Trumpf präsentiert Rekordzahlen. Der Umsatz stieg um 500 Millionen Euro. Doch Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller sorgt sich um die Konjunktur.

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"Es mehren sich die Zeichen, dass diese lange Phase des Aufschwungs bald vorüber sein könnte." Trumpf Chefin Nicola Leibinger-Kammüller

Die Trumpf Gruppe verbucht zum Abschluss des Geschäftsjahrs 2017/18 am 30. Juni 2018 eine Steigerung von rund 15 Prozent beim Umsatz. Der Wert beläuft sich nach vorläufigen Berechnungen auf 3,6 Milliarden Euro (Geschäftsjahr 2016/17: 3,1 Milliarden Euro). Der Auftragseingang stieg auf 3,8 Milliarden Euro (Geschäftsjahr 2016/17: 3,4 Milliarden Euro). Das entspricht einem Plus von rund 13 Prozent.

Mit Chips verdient Trumpf prächtig

Nach Deutschland mit über 700 Millionen Euro Umsatz sind die USA und China mit jeweils rund 450 Millionen Euro die größten Einzelmärkte. Auch die Entwicklung der Umsätze mit europäischen Kunden ist erfreulich. Einen maßgeblichen Effekt hierauf hat der Ausbau des EUV-Geschäfts. An den niederländischen Kunden ASML liefert Trumpf spezielle Laser, die mit Hilfe extrem ultravioletter Strahlung Oberflächen von Chips für die Computerindustrie belichten.

"In vielen Märkten haben wir unsere Planungen übertroffen, dazu haben alle unsere Produkte beigetragen. Erfreuliches Wachstum können wir auf den Zukunftsfeldern des Additive Manufacturing, also des industriellen 3D-Drucks, sowie im Lasergeschäft für die Hersteller von Mikrochips verbuchen", erklärte Trumpf Chefin Nicola Leibinger-Kammüller. "Trotzdem beobachten wir die Entwicklung der weltweiten Konjunktur sehr aufmerksam. Denn es mehren sich die Zeichen, dass diese lange Phase des Aufschwungs bald vorüber sein könnte. Darauf wollen wir vorbereitet sein."

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