Strom

Strom-Großhandelspreise sinken im Jänner 2020

Laut der österreichischen Energieagentur soll der Strompreis im Jänner 2020 um 0.5% billiger werden als im Dezember 2019, verglichen mit Jänner 2019 steigt er jedoch um fast 8%.

Der Österreichische Strompreisindex (ÖSPI) soll im Jänner 2020 gegenüber dem Vormonat um 0,5 % fallen. Im Vergleich zum Jänner 2019 liegt der ÖSPI aber um 7,6 % höher. Bezogen auf das Basisjahr (2006 = 100) erreicht der von der Österreichischen Energieagentur errechnete Index im Jänner 2020 einen Stand von 98,85 Punkten. Der Grundlastpreis fällt gegenüber dem Vormonat um 0,4 % und steigt im Jahresvergleich um 7,9 %. Der Spitzenlastpreis weist im Monatsvergleich ein Minus von 0,8 % auf und steigt im Jahresvergleich um 7,0 %. Der ÖSPI erfasst nur Strom-Großhandelspreise und berücksichtigt keine Netzgebühren, Steuern oder Abgaben. Der Gesamtpreis für Strom teilt sich beim Endkonsumenten mit knapp 40 % auf die Energiekomponente und zu 60 % auf Netzgebühren, Steuern und Abgaben auf.

Wie wird der ÖSPI berechnet?

Der ÖSPI wird nach einer standardisierten Methode und auf Basis der Notierungen an der Energie-Börse EEX1 in Leipzig berechnet. Grundlage des ÖSPI sind die Marktpreise für Strompreis-Futures der kommenden vier Quartale. Sie sind gleichzeitig ein Indikator für die zu erwartende Entwicklung des Strompreises. Konkret werden neben den Werten für Grundlast, also der regelmäßigen, bandförmigen Stromlieferung, auch die Werte für Spitzenlast zur Berechnung herangezogen. Der ÖSPI zeigt an, um wie viel Prozent sich der Einkaufspreis für Strom im kommenden Monat gegenüber der Basisperiode, dem Vormonat und dem Vorjahr auf Grundlage eines fiktiven Beschaffungsverhaltens verändert. Der Durchschnitt der Strompreise aus dem Jahr 2006 ist die Ausgangsbasis für den Strompreisindex.

Der ÖSPI bildet nur die reine Energiekomponente ab. Der Gesamtpreis für Strom teilt sich beim Endkonsumenten mit knapp 40 % auf die Energiekomponente und zu 60 % auf Netzgebühren, Steuern und Abgaben auf. Weitere Faktoren, die den Strompreis beeinflussen – wie beispielsweise die Beschaffungsstrategien der Energieversorger – werden im ÖSPI nicht berücksichtigt. Ein Steigen bzw. Fallen des ÖSPI lässt daher nur eine entsprechend geringere Erhöhung bzw. Senkung des gesamten Strompreises erwarten. Mit dem ÖSPI kann keine Aussage getroffen werden, wie die Energieanbieter ihre Preise gegenüber den Endkunden tatsächlich gestalten.

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