Studie

Strategische Veränderungen: Das hat Priorität

Die Pandemie hat Veränderungen mit sich gebracht. China setzt verstärkt auf Sicherheit und seine Lieferkette – Deutschland digitalisiert.

Die verschiedenen Länder setzen unterschiedliche Prioriäten.

Die Pandemie war ein Weckruf für die Unternehmen, ihre Anstrengungen in praktisch jedem Bereich ihres Geschäfts drastisch zu erhöhen. Die aktuelle Studie „Die Zukunft der Fertigung neu denken“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC), basierend auf einer Befragung von über 580 Entscheidern von Industrieunternehmen in China, Japan, den USA, Großbritannien und Deutschland, zeigt: Die hohe Komplexität der Lieferketten und die globalen Verflechtungen der stark exportorientierten Industrieunternehmen korrespondieren mit einer hohen Bandbreite von Herausforderungen für die Organisation entlang der gesamten Wertschöpfungskette und entsprechenden Maßnahmen zur Krisenbewältigung.

Was wird gepusht?

Die Forcierung des digitalen Vertriebs und Marketings war eine Notwendigkeit während der sozialen Distanzierung. Die digitalen Erwartungen werden nach der Pandemie weiter steigen, was den digitalen Vertrieb zu einer noch größeren Notwendigkeit für Hersteller macht. Mit zunehmender digitaler Innovation steigen auch die Cyberrisiken. Um den wachsenden Schwachstellen und Angriffen zu begegnen, werden sich die Unternehmen verstärkt auf Sicherheitsmaßnahmen und Risikomanagement konzentrieren. Um 39 Prozent steigt der Anteil der Unternehmen in China, die in den kommenden zwei Jahren Cybersecurity-Maßnahmen priorisieren. In Deutschland wird der größte Priorisierungsschub bei digitalen Lösungen für Produktion und Vertrieb zu erwarten.

Was wird vernachlässigt?

Fertigungssysteme und -technologien haben in den nächsten sechs Monaten eine geringere Priorität, da die Unternehmen mit kurzfristigen Problemlösungen zu kämpfen haben. Diese werden jedoch in den nächsten zwei Jahren zur zweithöchsten Priorität aufsteigen, da die Unternehmen Fabriken der Zukunft bauen wollen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Produktion, Lieferkette und Belegschaft gewinnen sowohl kurz- als auch längerfristig an Bedeutung.

White Paper zum Thema

Eine differenzierte Betrachtung nach Ländern zeigt, dass China eine starke Priorisierung der Lieferketten und vor allem der Cybersicherheit einleitet. Die “Made in China”-Politik lässt diese Priorisierung nur als nächsten logischen Schritt erscheinen. “Ältere” Industrienationen kümmern sich stärker um die Produktionsprozesse und die Qualifikation der Belegschaft. Lediglich in den USA löst die Bedrohung durch Cyberattacken ein deutliches Mehr an Aktivitäten aus.