Zusammenschluss

Mechatronik-Allianz: Zehn Länder schließen sich zusammen

Um Mechatronik-Know-how gemeinsam voranzutreiben, starteten Mitte Mai 18 Mechatronik-Initiativen aus zehn europäischen Ländern eine europaweite Allianz.

Die Mechatronik-Netzwerke aus zehn Ländern trafen sich in Linz.

Künstliche Intelligenz, autonomes Fahren, 3D-Druck, Internet der Dinge – all diese Technologietrends haben eines gemeinsam: Die Basis für ihre Weiterentwicklung bildet Mechatronik-Know-how. Um diese europäische Schlüsseltechnologie gemeinsam voranzutreiben, haben sich 18 Mechatronik-Initiativen aus zehn europäischen Ländern Mitte Mai in Linz getroffen, um einen europaweite Allianz von Mechatronik-Cluster zu starten. Organisatoren waren der Mechatronik-Cluster der oö. Standortagentur Business Upper Austria und die niederländische Region Nordbrabant. „Die Mechatronik ist das Rückgrat der Wirtschaft“, betonte Vizegouverneur Bert Pauli aus Nordbrabant bei der Eröffnung.

Große Herausforderungen brauchen Kooperation

Denn die Herausforderung für einzelne Länder besteht darin, dass sie komplexe Themen wie die Produktion der Zukunft alleine kaum stemmen können. Die Allianz dient dazu, Zukunftsthemen länderübergreifend erforschen und bearbeiten zu können. Nicht zuletzt gilt es auch, der Mechatronik einen Platz in künftigen europäischen Förderprogrammen zu sichern.

Oberösterreich punktet mit Mechatronik-Kompetenz

Die rund 30 Vertreter aus Mechatronik-Clustern in der Slowakei, Rumänien, Großbritannien, Italien, Belgien, Ungarn, Tschechien, den Niederlanden, Deutschland und Österreich konnten sich daher im Linz Center of Mechatronics, an der Johannes-Kepler-Uni und im Excellence Center for Smart Produktion der Fachhochschule OÖ ein Bild von der heimischen Mechatronik-Kompetenz machen.

White Paper zum Thema

Wissenschaftskooperation als Vorbild

Entstanden ist die Idee einer europäischen Mechatronik-Allianz bei einem Besuch einer oberösterreichischen Polit-Delegation in Nordbrabant. Erfolgreiches Vorbild ist eine europäische Allianz von Laser-Technologie-Clustern.

Mech, Alliance © Business Upper Austria

Vizegouverneur Bert Pauli (re.) aus Nordbrabant/Niederlande beim Treffen der europäischen Mechatronik-Initiativen.

Angesichts der weltweiten Entwicklung bekommt die europäische Schlüsseltechnologie Mechatronik einen immer höheren Stellenwert. Ziel ist es, künftig Ausschreibungen auf europäischer Ebene gemeinsam anzugehen und die europäische Vernetzung noch stärker voranzutreiben. Und damit erfolgreiche Regionen wie Oberösterreich mit großer industrieller Basis dank neuer Ideen, die ohne eine breite Allianz vielleicht gar nicht entstanden wären, an der Spitze zu halten. „Mechatronik ist eine Schlüsseltechnologie für die Produktion der Zukunft. Und damit auch Basis, um Unternehmen im globalen Wettbewerb entsprechend zu stärken“, erklärt Christian Altmann, Leitung Clusterland, Business Upper Austria. Die Linz Center of Mechatronics GmbH (LCM) als außeruniversitäre Forschungseinrichtung unterhält bereits eine wissenschaftliche Allianz auf diesem Gebiet.

Technologieplattformen für Wissenstransfer

Im Rahmen eines Workshops wurden organisatorische Erwartungen und Ziele an eine europaweite Mechatronik-Allianz konkretisiert. Den Teilnehmern ging es vor allem die Etablierung technologieorientierter Plattformen für den transnationalen Wissenstransfer, um Synergiepotenziale entsprechend nützen zu können. Dahingehend wurde vom LCM die Symspace-Plattform vorgestellt, über die dieser Erfahrungsaustausch abgewickelt werden könnte.

Ein weiterer Schwerpunkt war die kooperative Entwicklung und Umsetzung von Innovationsprojekten unter der Beteiligung von wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen. Die Ideen reichen von Initiierungsaktivitäten wie B2B Matchings bis hin zu Einreichung von internationalen Projekten z.B. Horizon 2020.

Zukunftsthemen Digitaler Zwilling und Symbiotic Mechatronics

Weiters wurden in den Themenbereichen Forschung und Entwicklung, Produktion und Management-Support konkrete Themenstellung/Zukunftsthemen identifiziert, zu denen sich die Teilnehmer entsprechend zugeordnet haben. Die oberösterreichischen Partner des Mechatronik-Clusters oder des LCM sehen dabei vor allem Anknüpfungspunkte in Bereich der Digitalisierung - konkret bei Digitalen Zwillingen oder Aktivitäten im Themenbereich Symbiotic-Mechatronics.

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