Arbeitsschutz

Ludwigshafen: Unfall bei Chemieriese BASF fordert mehrere Verletze

Explosion in Ludwigshafen und Verpuffung in Lampertheim. Unfallserie bei BASF fordert drei Tote und mehrere Verletzte.

BASF Arbeitsschutz Chemische Industrie

Bei einer Explosion auf einem Werksgelände des Chemieriesen BASF im rheinland-pfälzischen Ludwigshafen in Deutschland sind am Montag zwei Personen getötet, acht Menschen schwer und 17 leicht verletzt worden, ein weiteres Opfer wurde lange vermisst. Zwei Tage nach dem schweren Explosionsunglück wurde dieser nun von Tauchern in einem Hafenbecken tot aufgefunden. 

Explodiertes Tankschiff

Die Explosion habe sich am Montag gegen 11.30 Uhr ereignet, teilte das Unternehmen mit. Die Feuerwehr gab eine Gefahrenwarnung heraus. Nachbar wurden aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Autofahrer sollten den Bereich großräumig umfahren. Über dem Norden der Stadt war eine große Rauchwolke aufgestiegen. Es könne zu Geruchsbelästigungen und Sichtbehinderungen in den nördlichen Stadtteilen kommen, erklärte die Feuerwehr.

Von der schwarzen Rauchsäule über dem Unglücksort gehe aber keine Gefahr für die Bevölkerung aus, sagte der Werksleiter des Standorts Ludwigshafen, Uwe Liebelt. Am späten Vormittag brach zunächst ein Brand an einer Versorgungsleitung im sogenannten Landeshafen Nord von BASF aus, zu dem die Werksfeuerwehr gerufen wurde. "Als sie eintraf, kam es zu der Explosion", sagte Liebelt. Die genauen Umstände seien noch unklar. Die Ursache werde noch ermittelt. Der "Südwestrundfunk" berichtete auf Twitter von einem explodierten Tankschiff. 

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Ursachen noch nicht bekannt

In der Früh war es bereits am Standort Lampertheim in Hessen zu einer Verpuffung am Filter einer Anlage für Kunststoffzusätze gekommen. Dabei zogen sich vier Mitarbeiter Verletzungen zu, teilte das Unternehmen mit. Die Anlage wurde abgestellt. Eine Umweltverseuchung sei nicht festgestellt worden. In beiden Fällen seien die Ursachen noch unbekannt, die Behörden seien informiert. (APA/Reuters/dpa)