Predictive Maintenance Service

GlobeAir: Hörschinger Privatjet-Anbieter digitalisiert seine Instandhaltung

Der Hörschinger Privatjet-Anbieter Globeair setzt auf Predictive Maintenance Services von SAP. Schon während des Fluges können damit Instandhaltungsaufträge angelegt und benötigte Ersatzteile bestellt werden.

SAP Informatics GlobeAir Instandhaltung IT Luftfahrt Maschinenbau

Setzen gemeinsam zum digitalen Höhenflug in der Instandhaltung an: GlobeAir-CEO Bernhard Fragner (li.) und Otto Kitzmüller (re.), Gründer und CEO Informatics Holding.

Der Privatjet-Anbieter GlobeAir aus Hörsching verfügt über die weltweit größte Flotte an modernen Citation Mustang Jets. Damit diese so oft wie möglich in der Luft sind und die Passagiere störungsfrei zu 1.500 Business-Airports in ganz Europa transportieren können, werden derzeit gemeinsam mit dem Leondinger SAP-Spezialisten Informatics die Weichen dafür gestellt, die Maschinenwartung in den nächsten Monaten gänzlich neu aufzustellen. Mittels Predictive Maintenance Services (PdMS) von SAP werden dann sämtliche relevanten Daten während des Flugs ermittelt und automatisch ausgewertet. Bei Bedarf werden in Zukunft Instandhaltungsaufträge angelegt und auch die benötigten Ersatzteile bestellt. So können die Maschinen rascher Instand gesetzt und der gesamte Flugbetrieb beschleunigt werden.

Mit Excel-Tabellen an die Grenzen gestoßen

„Der Transport eines Herzens von Athen nach Den Haag für die Transplantation an einem vierjährigen Kind war zweifellos einer der spannendsten Momente seit unserem Unternehmensstart im Jahr 2007“, erinnert sich Bernhard Fragner, CEO von GlobeAir. „Es ist eine tolle Bestätigung für die Qualität unseres Services, dass wir neben dem florierenden Tagesgeschäft regelmäßig mit derartigen sensiblen Aufträgen betraut werden. Die letzten Jahre waren zum Glück von kontinuierlichem Wachstum geprägt. Dabei ist uns allerdings bewusst geworden, dass wir mit Excel-Tabellen statt skalierbaren IT-Prozessen bald an unsere Grenzen stoßen würden.“ Um den Wachstumskurs seines Unternehmens auch zukünftig abzusichern, vertraute Bernhard Fragner daher auf die Experten von Informatics. Gemeinsam starteten sie das zukunftsweisende Maintenance-Projekt, das ohne Medienbruch gänzlich SAP-basiert sein soll.

Neues Wartungssystem steigert Produktivität …

Dabei werden entscheidende Daten wie Kerosin-Füllstände oder Turbinen-Betriebszeiten während des Betriebs in Echtzeit in eine externe SQL-Datenbank eingespielt. Von dort werden sie mittels Schnittstelle ins SAP-PdMS-System übertragen, wo sie automatisch verarbeitet werden. Bei Fehlermeldungen oder regelmäßig durchzuführenden Wartungen wird im SAP-Modul PM (Plant Maintenance) automatisch ein Instandhaltungsauftrag angelegt und der Wartungsverantwortliche gleichzeitig per Mail und mittels Notification aus der SAP-FIORI-App informiert. Zudem wird bei Bedarf die Bestellung eines benötigten Ersatzteils ausgelöst. So muss etwa der Stromgenerator im Triebwerk nach bestimmten Betriebsstunden oder bei Fehlermeldung ersetzt werden. Ist die Mindestmenge nicht auf Lager, dann wird beim Produzenten Textron in den USA automatisch nachgeordert. Dafür wird das Informatics-Team ein eigenes Interface zu deren Warenwirtschaftssystem einrichten.

White Paper zum Thema

… und ermöglicht mehr Zeit für die Kunden

„Der gesamte Wartungsprozess von GlobeAir soll mit dem neuen System digitalisiert werden“, betont Otto Kitzmüller, Geschäftsführer von Informatics. „Während bisher unzählige Daten aus unterschiedlichsten Listen händisch ausgewertet werden müssen, brauchen Piloten und Flight Operations Officers in Zukunft nur mehr unsere intuitiv bedienbare und vor allem vorrausschauende Lösung. Damit erhalten sie auf Knopfdruck sämtliche relevanten Informationen.“

Es ist geplant ein neues System zu entwickeln, das auf allen Flughäfen einsetzbar ist. Dieses wird enorm viel Zeit sparen, die Lebensdauer der Maschinen erhöhen, die Wartungs- und Instandhaltungskosten reduzieren und sicherstellen, dass die GlobeAir-Jets so oft wie möglich in der Luft sind. „Die Entscheidung zur Zusammenarbeit mit den Experten von Informatics war goldrichtig. Durch ihren intensiven Kundenkontakt wissen sie, wie man Lösungen baut, die sich in der Praxis bewähren. Außerdem haben die Informatics-Experten eine beeindruckend steile Lernkurve. So können sich unsere Mitarbeiter in Zukunft ganz auf das Wichtigste konzentrieren: das Service für unsere Kunden“, unterstreicht Bernhard Fragner.

Veranstaltungstipp: Nach nur drei Monaten Entwicklungsarbeit wird ein Prototyp des neuen SAP-basierten Wartungssystems am 25. April am SAP-Forum 2018 im Linzer Design Center präsentiert.

Verwandte tecfindr-Einträge