Kooperation

Edge Computing: Rittal, Siemens und Atos schließen sich zusammen

Die Partnerschaft der drei Unternehmen zielt auf Internet of Things (IoT)-Anwendungen mit hohem Echtzeit-Datenaufkommen ab. Kurz gesagt: Sie wollen ein intelligentes und Plug&Play-fähiges Edge Data Center entwickeln.

Ergebnis der strategischen weltweiten Kooperation von Rittal, Siemens und Atos ist das Intelligent Edge Data Center (IEDC), eine maximal konfigurierbare Datacenter-Lösung.

Das gemeinsame Ziel von Rittal, Atos und Siemens ist die Entwicklung von intelligenten Edge Data Center-Lösungen für Smart Industries, Smart Cities, Smart Retail, Energie- und Versorgungsunternehmen und den öffentlichen Sektor. Das neue sogenannte Intelligent Edge Data Center (IEDC) ist eine maximal konfigurierbare Datacenter-Lösung, mit der Unternehmen IoT-Daten in Echtzeit verarbeiten können. Zu den Bestandteilen der Lösung zählen MindSphere von Siemens, die neuen BullSequana Edge Computing-Server und BullSequana S-Server sowie Codex Cloud Industrial Supervision (CIS) von Atos. Unternehmen können so ihre gesamten Wertschöpfungsprozesse deutlich optimieren. Die Operational Technology (OT)-Infrastruktur wurde von Rittal entwickelt und als Edge Data Center ausgelegt. Der Vorteil dabei: Der Betrieb kann direkt am Entstehungsort der Daten vorgesehen werden. Damit lassen sich eine Verarbeitung der IoT-Daten in Echtzeit und somit eine schnellere Analyse der Datenströme sowie verbesserte Automatisierungsprozesse realisieren. Auf der IT-Infrastrukturseite stellen Atos und Siemens Software-Lösungen für IoT-Anwendungen und Edge-Lösungen zur Verfügung, die die Erfassung, Berechnung und Analyse der Daten unterstützen.

Lösung für Edge Computing

Das IEDC is in verschiedenen Leistungsklassen erhältlich, vom Wandanbaugerät oder IT-Rack, bis hin zu einem leistungsfähigen und skalierbaren Datacenter-Container. Das IEDC eignet sich für Unternehmen, die den Schritt zur Digitalisierung gemacht haben und deshalb große Mengen an Echtzeitdaten verarbeiten wollen. Weitere Anwendungsbeispiele: im digitalisierten Einzelhandel, das digitalisierte Gesundheitswesen, Smart Cities oder der Ausbau des 5G-Mobilfunknetzes. Bei Letzterem kann ein IEDC die Datenverarbeitung direkt am Mobilfunkmast leisten. 

Beschleunigung, Effizienzsteigerung und neue IT-Infrastrukturen

Emmanuel Le Roux, Senior Vice President Big Data Platforms bei Atos, sagt zur neuen Partnerschaft mit Siemens und Rittal: „Das Intelligent Edge Data Center, das gemeinsam mit Rittal und Siemens im Rahmen unserer Partnerschaft entwickelt wurde, ist Teil der Atos Edge Strategie, die die Verarbeitung von großen und immer komplexeren Datenströmen nah an ihren Entstehungsort führt: Fabriken, Einzelhandel, Flughäfen und Krankenhäuser. Durch die Kombination der von Atos und Siemens entwickelten IT-Hardware und Software mit der Rittal OT-Infrastruktur, bieten wir dem Kunden eine sehr erfolgreiche Lösung zur Beschleunigung und Effizienzsteigerung der IoT-Datenanalytik.“ Bertrand Delatte, Head of Data Center Solutions Europe bei Siemens, wiederum streicht die Bedeutung der Lösung für die Zukunft hervor: „Unternehmen und ganze Wirtschaftszweige stehen heute durch steigendes Datenvolumen und deren heterogener Komplexität einer digitalen Revolution gegenüber.

White Paper zum Thema

Intelligentes und Plug&Play-fähiges Edge Data Center entwickeln

Nachhaltiges Wirtschafts- und Unternehmenswachstum werden nur diejenigen sichern können, die über Smart Edge-Infrastrukturen verfügen, die Datenverarbeitung als Erweiterung der Cloud-Infrastruktur nahe am Entstehungsort von Daten ermöglichen.“ Andreas Keiger, Geschäftsbereichsleiter Global Business Unit IT, Rittal, schließt an: „Die Umsetzung der digitalen Transformation erfordert umfassendes Know-how in sehr unterschiedlichen Bereichen. Nur ein Team aus Kompetenz- und Technologieführern kann ein wirklich intelligentes und Plug&Play-fähiges Edge Data Center entwickeln, das den schnellen Aufbau von neuen IT-Infrastrukturen ermöglicht.“ 

Das IEDC ist ab dem dritten Quartal 2019 erhältlich. In den ersten Monaten wird der Fokus besonders auf die Wirtschaftsräume EMEA und die USA gelegt.

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