Brandrisiko reduzieren

Eaton macht sich für Brandschutz stark

Das neues Whitepaper von Eaton informiert über die Risiken von elektrisch gezündeten Bränden in Niederspannungsschaltanlagen.

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Eaton veröffentlicht ein neues Whitepaper zum Thema Brandschutz

In Europa verunglücken aufgrund der Auswirkungen eines Feuers pro Jahr rund 4.000 Menschen tödlich. Bei etwa einem Drittel der Vorfälle steckt Elektrizität als Ursache dahinter. Das Energiemanagement-Unternehmen Eaton hat deshalb eine Initiative gestartet, um mehr Aufklärungsarbeit und Hilfestellung zu elektrisch gezündeten Bränden zu leisten.

Im Rahmen dessen stellt Eaton ein ausführliches Whitepaper vor, in dem Autor Alfred Mörx, unabhängiger Experte für elektrische Sicherheit in Europa, die Entstehung von Bränden durch elektrische Ursachen beleuchtet. Außerdem untersucht er Schutzkonzepte, mit denen sich Risiken bereits bei der Planung und Ausführung der Installation reduzieren lassen. Er weist darauf hin, dass auch in den anerkannten Regeln der Technik von der IEC und CLC entsprechende Bestimmungen aufgenommen wurden – sie betreffen sowohl den Einsatz von Störlichtbogen-Schutzsystemen sowie Fehlerlichtbogen-Schutzeinrichtungen.

Im Fall eines Kurzschlusses

Grundsätzlich lassen sich elektrische Brandursachen (ausgenommen durch Blitzeinwirkung hervorgerufene Brände) und entsprechende Maßnahmen in folgende Kategorien einteilen: Um einen zu hohen Strom z.B. im Falle eines Kurzschlusses zu erkennen, eignet sich ein Leitungsschutzschalter, der bei Überschreiten eines kritischen Wertes schaltet und so die thermische Zerstörung der Installation verhindert. Ein Fehlerstromschutzschalter (FI) erfasst die Ströme, die nicht zur Einspeisung zurückkehren, sondern sich über einen anderen Weg schließen, und bietet damit einen wichtigen Schutz gegen elektrischen Schlag. Gegen einen elektrisch gezündeten Brand können FI-Schalter jedoch nicht alleine wirkungsvoll schützen. Der Strom, der von einem Fehlerlichtbogen ausgeht, ist etwas kleiner oder ähnlich groß wie der Nennstrom. Er weist jedoch einen merklichen Anteil an höheren Frequenzen auf, die dem normalen Nennstrom überlagert sind. Dieses Hochfrequenzmuster zu erkennen erfordert eine digitale Detektionseinheit.

White Paper zum Thema

Daher wurde der Afdd+ Brandschutzschalter inklusive FI/LS gemäß der IEC 62606 eingeführt. Mit ihm können auch die von der Stromstärke unauffälligen, brandgefährlichen Fehlerlichtbögen aus seriellen oder parallelen Fehlern erkannt und unterbunden werden.

Der Afdd+ Brandschutzschalter erkennt und löscht nicht nur sicher und gezielt Lichtbögen, sondern vereint zudem auch Fehlerstrom-, Überstrom- und Kurzschlussschutz in einem Gerät. In Deutschland ist ein solcher Brandschutzschalter bereits in der Norm festgehalten; in Österreich jedoch noch nicht. Jedoch stellt er eine kosteneffiziente, robuste Komplettlösung dar. Zuverlässig und einfach zu installieren trägt der Schalter besonders bei kritischen Anwendungen wie in Schlaf- oder Aufenthaltsräumen von Kindertagesstätten oder Seniorenheimen, sowie Räumlichkeiten mit erhöhtem Brandrisiko zur erhöhten Sicherheit bei.

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