KI-Prüfstelle

Deutsches KI-TÜV soll noch 2019 aus der Taufe gehoben werden

Das deutsche Bundesministerium will mittels „KI-Observatorium“ untersuchen, in welchen Bereichen KI eingesetzt und ob dabei Menschen benachteiligt werden. Welche Vor- und Nachteile die KI-Prüfstelle für Unternehmen hat.

Künstliche Intelligenz

Durch die KI-Prüfstelle sollen Chancen und Risiken der KI aufgezeigt und bewertet werden.

Ob Siri oder Alexa: KI sind in vielen Bereichen gegenwärtig. KI wird von Banken, Versicherungen und Reisebüros genutzt und kommt täglich zum Einsatz, um Prozesse zu erleichtern. Die Autoindustrie verwendet sie, damit Fahrzeuge einfacher in der Handhabung sind. Oft haben die KI-Anwendungen Einfluss auf Unternehmen und Arbeitnehmer. Deshalb soll in diesem Jahr nach exklusiven Informationen der Süddeutschen Zeitung auf Initiative vom Bundesministerium für Arbeit in Deutschland eine TÜV-Prüfstelle für KI ins Leben gerufen werden. Eines der Ziele der KI-Prüfstelle sei, ein europaweites Netz kooperierender „KI-Observatorien“ zu errichten.

Björn Böhning, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, äußerte sich gegenüber der Süddeutschen Zeitung: “Wir untersuchen, wo Technologien der künstlichen Intelligenz eingesetzt wird und wo das in sensiblen Bereichen geschieht”. Wenn es sich um eine durch KI entstandene Playlist bei einer Streaming-Plattform handele, dann sei “das kein Problem für die Politik. Wenn aber ein autonom fahrendes Auto entscheidet, dann geht es um eine andere Risikoklasse, für die wir dann auch politische Gestaltung brauchen.”

Arbeitsgruppen wie Kassierer durch KI betroffen

Berufe wie Kassiererin und Kassierer könnten durch KI und Digitalisierung in Zukunft wegfallen. Auch die Kredit- und das Aktienbranche wird immer stärker durch KI getrieben, das einen negativen Effekt für Beschäftigte haben kann. Fachleute des Ministeriums vermuten, dass in den kommenden fünf Jahren 1,3 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland vor allem durch KI verloren gehen werden. Dadurch sollen aber auch 2,1 Millionen neue Stellen entstehen. Viele Arbeitnehmer müssten sich einer Weiterbildung oder einer Umschulung vollziehen. Dafür sind Umschulungen und Weiterbildungen erforderlich. Hierbei soll das “Arbeit-von-Morgen-Gesetz” unterstützen.