Werkzeuglagerung

Der Anti-Chaos-Kasten

Ein neues Kleinteilelager macht mit Schattenlägern kurzen Prozess. Das Schwestermagazin INDUSTRIEMAGAZIN testete den Werkzeug-Sortierkasten – sein Reaktionsvermögen ist erstaunlich. Von Daniel Pohselt

Produktion
Ausprobiert: Die logiboxx wirft Werkzeuge aller Art in 16 Sekunden aus.

Ein geschrumpftes Hochregallager. Das findet sich im niederösterreichischen Judenau. Normalerweise. Denn Anfang Oktober bekam es Flügel und verließ den Zerspanungsprofi Haumberger Richtung Wien.

Die logiboxx, so nennt sich das Lager, machte Station auf der Technologiemesse vienna-tec. Frisch herausgeputzt, scharte es schon am ersten Tag Neugierige um sich – denn die Idee ist zugegebenermaßen gut: Geschäftsführer Wolfgang Haumberger, der immer schon ein eigenes Kleinteilelager zur Lagerung und Verwaltung von Werkzeugen, Mess- und Hilfsmitteln sein eigen nennen wollte, baute sich einfach eins. Um Schattenläger in seiner Produktion zu unterbinden.

„Jeder Werker lagert gern sein eigenes Werkzeug in der Schublade“, kann Haumberger zwar nachvollziehen. Aber in Haumbergers Brust wohnt auch eine zweite Seele. Nämlich die geschäftliche. „Uns entstanden so horrende Mehrkosten durch größere Suchzeiten und den Werkzeugnachkauf“, sagt er. INDUSTRIEMAGAZIN unterzog die Werkzeugsammellösung einem Praxischeck. Fazit: Die Lösung aus Niederösterreich kennt kaum Schwächen.

White Paper zum Thema

4000 Lagerplätze

Liebevoll tätschelt Haumberger die massive logiboxx-Stahlkonstruktion, die über eine Werkzeugein- und -ausgabestation (Schiebetür: manuell) verfügt. Kein Wunder: Sie bringt ihm jährlich Kosteneinsparungen von mehreren 10.000 Euro. Mit zwei Metern Höhe und einer Stellfläche von 2,3 Quadratmetern macht sie sich in der Fertigung klein.

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