Batterie

Das sind die Herausforderungen bei Batterien und Akkus

Am heutigen „Tag der Batterie“ ruft das UFH, Partner des FEEI, zum richtigen Umgang mit Batterien und Akkus auf – besonders am Ende ihres Lebenszyklus. Was es mit der fachgerechten Entsorgung und dem Recycling der Stromspeicher auf sich hat.

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Die richtige Entsorgung und das Recycling zählen zu den größten Herausforderung bei der Nutzung von Batterien und Akkus.

Ein Leben ohne Batterien und Akkus ist heute nicht mehr vorstellbar. Neben Geräten des täglichen Gebrauchs kommen die Stromspeicher in Punkto Elektromobilität und bei der Nutzung von erneuerbaren Energiequellen zum Einsatz. Ihre Bedeutung und die Anzahl der im Umlauf befindlichen Batterien und Akkus wird dementsprechend in Zukunft noch weiter zunehmen.

Die richtige Entsorgung schützt

Die fachgerechte Entsorgung und Wiederverwertung bleibt eine Challenge. Durch die falsche Entsorgung leerer Batterien oder kaputter Akkus werden wertvolle Sekundärrohstoffe der Wiederverwertung entzogen. Dadurch werden Bestandteile wie Nickel, Mangan, Kobalt, Kupfer oder Lithium verschwendet, anstatt von der Industrie wiederverwertet zu werden. Dadurch könnte der Abbau natürlicher Ressourcen reduziert werden. Für Robert Töscher, Geschäftsführer von UFH, einem Netzwerkpartner des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI), ist die Wiederverwertung insbesondere deshalb von großer Bedeutung, weil durch die Digitalisierung und die Elektrifizierung des Verkehrs in Zukunft viel mehr Batterien und Akkus benötigt werden. Die Zahlen der ausgelieferten Elektroauto-Batterien verdoppelten sich vom Jahr 2017 auf das Jahr 2018. Im Jahr 2018 wurden weltweit Batterien für Batterieelektro- und Plug-in-Hybrid-Automobile mit einer Gesamtkapazität von etwa 24.000 Megawattstunden ausgeliefert. Im Jahr zuvor waren es noch etwa 11.000 Megawattstunden.

Die richtige Aufbewahrung und Entsorgung von Batterien und Akkus ist auch eine Frage der Sicherheit, wie Töscher warnt: „Die Schublade ist nicht der richtige Ort, um alte Batterien und Akkus aufzubewahren. Die falsche Lagerung und Entsorgung stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko für Mensch und Umwelt dar. Denn Beschädigungen oder Erwärmung können im schlimmsten Fall zu Bränden und sogar giftigen Emissionen führen, weil enthaltene Metalle unkontrolliert reagieren.“

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Händler zur Rücknahme verpflichtet

Deshalb ruft Töscher Konsumentinnen und Konsumenten dazu auf, ausgediente Batterien und Akkus richtig zu entsorgen und verweist auch auf die Pflichten der Händler, Hersteller und Importeure von Elektrogeräten: „Wir gewährleisten zwar die richtige Entsorgung und Wiederverwertung von Batterien und Akkus, sie müssen aber auch zu uns gelangen. Neben den Konsumentinnen und Konsumenten spielen dabei die Händler, Hersteller und Importeure eine wichtige Rolle. Das UFH stellt dafür ein Sammel- und Verwertungssystem zur Verfügung, an dem Hersteller und Importeure gesetzlich verpflichtend teilnehmen müssen. Aber auch Händler müssen Batterien und Akkus unabhängig vom Neukauf von den Konsumentinnen und Konsumenten zurücknehmen.“ Die Batterienverordnung ist hier eine wichtige gesetzliche Grundlage, die es laut Töscher ermöglicht, dass Sammelsysteme funktionieren und durch moderne Verfahren heute über 80 Prozent aller Batterien und Akkus recycelt werden können.