Entwicklung

Autonomes Fahren: Post testet autonome Hoflogistik

Die Post testet an ihrem Logistik-Standort in Inzersdorf ein neues Fahrzeug für den eigenständigen Transport von Containern. Damit soll dem enormen Anstieg von Paketmengen begegnet werden.

Tests sind erfolgreich: Das autonome Umsetzfahrzeug, das speziell für die Nutzung an Logistikstandorten entwickelt wird, soll für den selbstständigen Transport von Containern am Betriebsgelände sorgen.

Die Österreichische Post treibt das Thema „autonomes Fahren“ weiter voran. Wurde zuletzt ein automatisches Paketentladesystem vorgestellt, hat man davor den Einsatz von Drohnen sowie die Zustellung von Paketen mit einem autonomen Fahrzeug erfolgreich getestet. Mit dem Austrian Institute of Technology (AIT)  ist nun der nächste Schritt gelungen: Am Logistikstandort der Post in Inzersdorf bei Wien stellte Ende März Peter Umundum, Vorstandsmitglied der Österreichischen Post ein innovatives Fahrzeug für den eigenständigen Transport von Containern – auch Wechselaufbaubrücken (WAB) genannt – vor.

Autonome Hoflogistik: Mehr Effizienz am Betriebsgelände

Das Umsetzfahrzeug, das speziell für die Nutzung an Logistikstandorten entwickelt wird, soll für den selbstständigen Transport von WAB am Betriebsgelände sorgen. Abgestellte WAB gelangen damit eigenständig vom vorgesehenen Parkplatz zu den Toren, auch das Andocken an diese funktioniert dabei automatisiert.

Bild, (v.l.):, DI, Arno, Klamminger, Head, of, Center, for, Mobility, Systems, AIT, und, DI, Peter, Umundum, Vorstand, Paket, &, Logistik, Österreichische, Post, AG © Österreichische Post AG

Glauben, dass autonome Fahrzeuge Zukunft haben: (v.l.): Arno Klamminger, Head of Center for Mobility Systems AIT und Peter Umundum, Vorstand Paket & Logistik Österreichische Post AG

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Erste Tests zeigen: Es funktioniert

„Wir glauben an die Zukunft des autonomen Fahrens, wenngleich es im Moment schwierig ist, Testbereiche ausfindig zu machen. Mit unserem Projekt haben wir einen ersten, echten Testbereich in der Inhouse-Logistik, der viel Potenzial für eine zukünftige Realisierbarkeitbietet, gefunden,“ so Umundum, der die Wichtigkeit des Themas für die Österreichische Post unterstreicht und nach den ersten Ergebnissen positive Bilanz zieht: „An unseren Standorten werden pro Tag insgesamt rund 3.300 Mal WAB umgesetzt und dabei etwa 800 Kilometer zurückgelegt. Vor dem Hintergrund der steigenden Paketmengen und dem damit verbundenen Personalbedarf, gewinnt die Umsetzung von WAB in Logistikzentren weiter an Bedeutung. Wir suchen nach Lösungen, mit diesen Entwicklungen umzugehen – das Vorantreiben von Innovationen ist eine Antwort darauf. Die ersten Tests haben bereits gezeigt, wie autonome Hoflogistik in Logistikzentren der Zukunft aussehen kann.“

Elektroantrieb ist geplant

Zukünftig soll das Umsetzfahrzeug mit Elektroantrieb laufen und so auch die Schadstoff- und Geräuschemissionen bei der eigenständigen WAB-Umsetzung deutlich verringern. Mit der Automatisierung wird gleichzeitig die Digitalisierung vorangetrieben: Vom Auftrag per „Zettel und Sprechfunk“ zum planbaren, digitalisierten Prozess. Für das Pilotprojekt wurde ein Standard-Wechselbrückenhubwagen, der in den Logistikzentren im Einsatz ist, umgebaut. Die Erkenntnisse aus den Tests in Inzersdorf, dem größten Logistikzentrum der Post, werden in die weitere Entwicklungsarbeit einfließen.

https://www.youtube.com/watch?v=3Yk8ai4Zaqo So funktioniert die autonome Hoflogistik bei der Österreichischen Post. 

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