Logistik

Amazon startet Frachtbörse

Keine Pressemeldung, kein Event: Fast unbemerkt startet Amazon eine eigene Frachtbörse - zunächst in den USA. Der E-Commerce-Gigant legt die Preiskampf-Bandagen an.

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Roboter und Frachtbörse - Amazon investiert in die Logistik. 

Es ist soweit. Der Online-Riese Amazon startet eine Frachtbörse und startet damit einen Preiskampf. Der US-Branchendienst Freight Waves berichtet, dass Amazon die Marktpreise um bis zu 30 Prozent unterbietet. Amazon vermittelt auf der neuen Plattform freight.amazon.com Spediteure und Logistikdienstleister aus seinem Netzwerk.

Beta-Phase angelaufen

Das Unternehmen startet mit einer Beta-Phase. Das bedeutet, die Frachtfahrten werden nur in Connecticut, Maryland, New Jersey, New York und Pennsylvania angeboten. Dadurch, dass Amazon auch als Versender fungiert und große Mengen an Fracht versendet, kommt es zu einem Netzwerkeffekt. Amazon ist bereits jetzt einer der zehn größten internationalen Spediteure für asiatische Seefracht, die nach Nordamerika kommt, heißt es in einem Bericht des Logistikwatchblogs, der auf dem US-Medium beruht. 

„Wir sehen, dass der eintägige Prime-Versand von Amazon die Erwartungen der Verbraucher erhöht und die Kosten für den Wettbewerb im E-Commerce steigen. Langfristig sehen wir dies auch als Trojanisches Pferd für Amazon, um sein nächstes disruptives Geschäft auszubauen... ein Logistiknetzwerk für Drittanbieter“, zitiert Freight Waves Brian Nowak von Morgan Stanley. 

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