Telefonieren mit der KI : ChatGPT: Neue Funktionen ermöglichen Telefonate und Websuchen

Auch die Websuche von ChatGPT ist für alle Nutzerinnen und Nutzer freigeschaltet. Der Chatbot war bereits seit Oktober mit Suchmaschinenfunktionen ausgestattet, diese konnten allerdings nur zahlende Abonnentinnen und Abonnenten nutzen.
- © Rokas - stock.adobe.comDie KI-Firma OpenAI bringt ihren populären Chatbot ChatGPT nun auf eine neue Plattform: das Telefon. In den USA können Nutzer über die Nummer 1-800-CHATGPT (+18002428478) direkt mit ChatGPT sprechen und Fragen stellen. Ein monatliches Gespräch von bis zu 15 Minuten ist dabei kostenlos. In anderen Ländern ist ChatGPT unter dieser Nummer für Text-Chats über WhatsApp verfügbar.
In einer Video-Demonstration zeigten Mitarbeitende von OpenAI, dass Anrufe bei ChatGPT selbst mit alten Geräten wie einem Klapphandy oder einem Telefon mit Wählscheibe möglich sind. Ursprünglich startete die Software vor zwei Jahren nur mit schriftlichen Chats, Nutzerinnen und Nutzer können mit ihr schon seit Längerem auch per Sprachfunktion auf Computern interagieren.
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Internetsuche bisher nur für zahlende Abonnenten
Und es gibt eine weitere Neuerung im Hause OpenAI: ab sofort ist auch die Websuche des KI-Chatbots für alle Nutzer freigeschaltet. Die Funktion soll es ermöglichen, schnelle Antworten mit Links zu relevanten Quellen im Netz zu erhalten, erklärte das Unternehmen Anfang dieser Woche in San Francisco. OpenAI hatte ChatGPT bereits Ende Oktober mit Suchmaschinenfunktionen ausgestattet, dies bislang aber nur zahlenden Abonnentinnen und Abonnenten zur Verfügung gestellt.
Um die Suchfunktion von ChatGPT nutzen zu können, müssen sich Nutzer zunächst anmelden, wie Kevin Weil von OpenAI in einem auf YouTube veröffentlichten Video erklärte. Sobald diese Voraussetzung erfüllt ist, werde die Suchfunktion jedoch "weltweit auf jeder Plattform, auf der Sie ChatGPT nutzen, verfügbar sein".
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Microsoft möchte Reichweite von Bing verbessern
Als der Chatbot Ende 2022 weltweit vorgestellt wurde, waren die von der generativen KI gelieferten Antworten oft in ihrer Aktualität begrenzt. Im Gegensatz dazu kombinieren sowohl Google als auch Microsoft KI-generierte Antworten mit Web-Ergebnissen. Microsoft, als bedeutender Investor in OpenAI, versucht ebenfalls, seine Suchmaschine Bing stärker als Alternative zu Google zu positionieren.
OpenAI-CEO Sam Altman hat zudem angekündigt, das Unternehmen zu einem Schwergewicht im Internet-Bereich auszubauen. Bei einer Finanzierungsrunde im Oktober, an der auch Microsoft beteiligt war, gelang es ihm, den Wert von OpenAI auf 157 Milliarden Dollar zu steigern. Es wird jedoch erwartet, dass die erweiterten Suchmaschinenfunktionen den Rechenaufwand und damit auch die Kosten des Unternehmens erheblich steigern werden.