Robert Weber

Plattformdschungel: Mit wem gehe ich jetzt?

Urwald mit Farn
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Jetzt also auch SAP. Die Softwareschmiede präsentierte diese Woche auf der Hannover Messe zusammen mit Partnern „ihre“ Industrie-Plattform. Die Open Industry Alliance-Plattform versammelt prominente Namen, die bisher in Plattformen kaum auftraten - beispielsweise Beckhoff. Der Ansatz: ein offenes Framework. Für die Initiatoren ist klar, warum sie eine Plattform gründen. Für den kleinen oder mittelgroßen Anwender stellt sich mit jeder neuen Initiative aber die Frage: Was mache ich denn nun? Wo engagiere ich mich? Was ist mein Mehrwert? Wie binde ich mich und vielmehr noch, wie werde ich die Plattform wieder los? Diese Fragen müssen alle Anbieter noch einmal deutlicher herausarbeiten. Oder bin da nur ich verwirrt?

Wie die Nutzerorganisationen?

Axoom, Mindsphere World, Adamos, ABB Ability: Über 200 IoT-Plattformen tummeln sich mittlerweile in der Industrie - mal technisch ausgerichtet, mal strategisch, mal als Kollaborationsprojekt, mal als Einzelkämpfer. Darunter sind viele kleine, aber auch immer mehr große Anbieter. Mich erinnert der Plattform-Trend an die zahlreichen Nutzerorganisatoren, die in den zurückliegenden Jahrzehnten entstanden. Viele davon gibt es nicht mehr.

Aber bei Plattformen ist es dann doch anders. Denn die wollen eigentlich mehr. Mancher spricht vom "LinkedIn der Industrie-Assets". Freilich mit kostenpflichtigen Elementen. Wer da nicht nur auf die großen Industriedampfer schielt, muss mehr erklären.