Krisen : Resilienz in der Fertigung - wie geht das?

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© Jürgen Fälchle - stock.adobe.com

Weitermachen wie bisher? Geht nicht. Der Ausbruch der Corona-Pandemie 2020 hat gezeigt, wie anfällig unsere Welt für Störungen ist: Innerhalb weniger Wochen breitete sich das Virus auf allen Kontinenten aus. Bilder von todkranken Patienten in überfüllten Kliniken gingen um die Welt. Um die Ansteckungsgefahr zu reduzieren, wurden auch in Deutschland Hygiene- und Abstandsregeln erlassen, Geschäfte, Schulen und Fabriken geschlossen. Während des ersten Lockdowns im Frühjahr standen vielerorts die Bänder still, an den Grenzen stauten sich die Lastwagen, Lieferketten waren teilweise unterbrochen.

Für die Forscherinnen und Forscher vom Fraunhofer IPA ist die resiliente Wertschöpfungskette seit der Pandemie eines neues, großes Forschungsfeld. In einem ersten Abstract definieren die Verantwortlichen fünf Handlungsfelder:

Robuste Infrastruktur: Sie sorgt dafür, dass im Notfall die Versorgung mit Strom und Wasser gesichert ist, und dass – falls Computersysteme ausfallen –, ein Backup der IT-Architektur gesichert ist

Frühzeitiges Erkennen von Krisen: Hier helfen lernende Systeme oder Prozesse. Diese können mit Hilfe Künstlicher Intelligenz Veränderungen schneller aufspüren als der Mensch.

Wandlungsfähige Produktionssysteme: Um schnell auf eine veränderte Nachfrage reagieren zu können, müssen Anlagen rekonfigurierbar und das Gesamtsystem muss skalierbar sein. Im Krisenfall lassen sich so innerhalb kurzer Zeit Stückzahlen erhöhen oder alternative Produkte fertigen.

Eine flexible, agile Organisation erhöht ebenfalls die Resilienz, weil im Krisenfall schnell innovative Geschäftsideen entwickelt und neue Märkte erschlossen werden können.

Souveräne Produktionsnetzwerke geben dem Unternehmen die Kontrolle und Hoheit über die gesamte Lieferkette. Der Aufbau resilienter Supply-Chains bedeutet für viele Unternehmen einen Strategiewechsel: weg vom Outsourcing, hin zu lokalen Ressourcen beziehungsweise verschiedenen alternativen Lieferquellen.

Wer sich als Unternehmen für die nächste Krise wappnen will, der kann mit dem Fraunhofer IPA an Lösungen arbeiten.