Batterien

Banner Batterien wächst leicht

Batterieproduktion Banner Batterien
© Andreas WENTER

Der Batteriehersteller Banner mit Sitz in Leonding (Bezirk Linz-Land) hat sowohl den Absatz als auch den Umsatz 2020 im Vergleich zum Jahr davor leicht gesteigert. Das berichteten der kaufmännische Geschäftsführer Andreas Bawart und der Vertriebs- und Marketingleiter Franz Märzinger am Dienstag. Gewinnzahlen veröffentlicht das Familienunternehmen traditionell nicht.

Verkauft wurden demnach im Ende März abgeschlossenen Geschäftsjahr 2020/2021 rund 4,1 Millionen Stück Blei-Säure-Batterien, die Verkaufserlöse von 270 Millionen Euro brachten. Das bedeutet ein Plus von zwei Prozent gegenüber dem Jahr davor. Die Batterien teilen sich zu 25 Prozent auf die Kfz-Erstausstattung und zu 65 Prozent auf den Ersatzmarkt auf. Der Rest entfällt auf Industriebatterien - unter anderem für Elektrostapler, Hebebühnen, selbstfahrende Transportsysteme, Golfcarts, Sicherheits- und Notstrombatterien für Krankenhäuser oder Kraftwerke. Für diesen Bereich wurde für einen neuen Standort in Thalheim bei Wels um zehn Millionen Euro eine bereits bestehende Halle gekauft und diese entsprechend umgebaut. Dort wurden 25 neue Arbeitsplätze geschaffen. So sei Platz für das erwartete weitere Wachstum entstanden.

Keine Fokus-Verschiebung

Banner setzt seinen Fokus weiterhin auf die Blei-Säure-Technologie, dafür würden pro Jahr rund zehn Millionen Euro in Forschung und Entwicklung investiert. Die Technologie habe weiterhin großes Potenzial. Als mittelständisches Unternehmen sei man zwar gar nicht in der Lage die für die E-Mobilität verwendeten Lithium-Ionen-Batterien zu entwickeln. Doch auch jedes E-Auto brauche für sein Bordnetz eine 12-Volt-Blei-Batterie. Diese sei wegen des Wegfalls der Start-Stopp-Funktion nur etwa halb so groß als bisher, das werde aber durch das Ersatzgeschäft mehr als kompensiert.

So bringe ein Ende vergangenen Jahres lukrierter Großauftrag von einem nicht näher genannten Lieferanten für den "Independent Aftermarket" - also nicht für die Erstausstattung - in den USA und Kanada über die Lieferung von 1,5 Millionen Batterien innerhalb von drei Jahren mit einem Volumen von 60 Millionen Euro die Grundauslastung der Produktion. Der Exportanteil bei Banner beträgt 95 Prozent. In 14 Ländern verfügt die Firma über eigene Vertriebsniederlassungen. Die jüngste wurde im vergangenen Jahr in Spanien gegründet. (apa/red)