Konzernumbau

Werksschließung: Semperit nimmt Deutschland ins Visier

Der Gummikonzern Semperit hat seinen Konzernumbau beschleunigt. Nachdem zuletzt bereits Werke in Frankreich und China geschlossen wurden, wird nun um die Schließung bzw. den Verkauf zweier weiterer Werke in Europa verhandelt.

Semperit Unternehmen Konjunktur Produktion Gummiindustrie

Semperit macht mehrere Fabriken dicht, Verlust bis Juni 67,4 Mio Euro.

Der Gummikonzern Semperit hat seinen Konzernumbau beschleunigt. Nachdem zuletzt bereits Werke in Frankreich und China geschlossen wurden, wird nun um die Schließung bzw. den Verkauf zweier weiterer Werke in Europa verhandelt. Das teilte die Firma am Donnerstag mit. Der Halbjahresverlust nach Steuern lag heuer bei 67,4 Mio. Euro.

Ins Gewicht fielen Wertberichtigungen in der Medizinsparte und hohe Restrukturierungskosten - vor allem bei der Schließung einer Fabrik in China, wo die Produktion im Werk in Shandong an der chinesischen Ostküste bereits gestoppt worden ist.

Italien und Deutschland im Visier

Wie heute mitgeteilt wurde, wird derzeit der Semperform-Standort Dalheim mit dem Werk Hückelhoven (beide Deutschland) zusammengelegt. In Italien wird ein Verkauf des Semperflex-Standorts Roiter verhandelt.

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In der Sparte Medizintechnik (Sempermed) musste Semperit zuletzt eine Abschreibung von 55 Mio. Euro vornehmen. Diese Sparte bleibt laut Vorstand "unsere anspruchsvollste Herausforderung", an der man mit hoher Konzentration arbeite.

Das Management bewertet das Jahr 2018 als "Übergangsjahr". Operativ sei das Ergebnis (auf Basis bereinigtes EBIT) in den ersten sechs Monaten auf das Doppelte angestiegen, obwohl der Umsatz um 2,8 Prozent auf 448,5 Mio. Euro gesunken sei. Wettbewerbs- und Preisdruck haben den Umsatz in der Medizinsparte um 13,4 Prozent gedrückt. Bei Semperflex und Semperform gab es Umsatzzuwächse. (APA)

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