Energiewende

Wasserstoff als Hoffnungsträger

Im Kampf gegen die Klimakatastrophe stellt die Umstellung auf erneuerbare Energieträger einen entscheidenden Faktor dar. Wasserstoff wird dabei für viele Anwendungen in der Industrie enorm wichtig sein.

Rund die Hälfte des globalen Energieverbrauchs kann in der Zukunft aus Grünstrom gespeist werden – für die andere Hälfte braucht es Alternativen. Wasserstoff wird dabei eine ganz entscheidende Rolle spielen, etwa als Grundlage für synthetische Kraftstoffe. Im Kampf gegen den Klimawandel lautet eine zentrale Aufgabe, fossile Energieträger durch Grünstrom und andere klimafreundliche Technologien zu ersetzen. „Wasserstoff wird dabei eine riesige Rolle spielen“, betont Prof. Armin Schnettler, Siemens Energy, im Podcast des VDMA. Denn die Anwendungsmöglichkeiten von H2 sind über die gesamte industrielle Wertschöpfungskette hinweg bereits vorhanden oder absehbar, ergänzt Peter Müller-Baum, Geschäftsführer VDMA Power-to-X for Applications. 

Um Wasserstoff als gängigen Energieträger in der Industrie zu etablieren, „fehlt es in der Regulierung aber noch an den richtigen Anreizen“, bemängelt Prof. Schnettler. „Es ist essentiell, dass die Nachfrage durch bestimmte regulatorische Maßnahmen stimuliert wird, zum Beispiel durch eine Berücksichtigung von eFuels im Rahmen der europäischen CO2-Flottenregulierung. Das wäre ein fantastischer Hebel, um sofort einen Markthochlauf von Wasserstoff zu initiieren“, ergänzt Müller-Baum. 

Beide Fachleute plädieren dafür, den Weg in eine Wasserstoffwirtschaft europäisch zu denken und zu gehen. Der Maschinen- und Anlagenbau verfügt über die dazu benötigte Technologie und das Know-how – „aber wir müssen schneller werden“, mahnt Prof. Schnettler.