Kryptowährung

Warren Buffett warnt vor Bitcoin & Co

Die Investorenlegende Warren Buffett warnt vor Bitcoin & Co. Er werde niemals Geld in Cyberdevisen stecken. Südkorea verbietet den Börsenhandel von Kryptowährungen. Ist das das Ende vom digitalen Geld? Nicht ganz.

Investorenlegende Warren Buffet will niemals Geld in Cyberdevisen stecken.

Die Investorenlegende Warren Buffett warnt vor Bitcoin & Co. Er werde niemals Geld in Cyberdevisen stecken, sagte Buffett am Mittwoch dem Fernsehsender CNBC. "Ich kann fast mit Gewissheit sagen, dass es mit Kryptowährungen ein böses Ende nehmen wird." Buffett ist laut dem US-Magazin "Forbes" der weltweit drittreichste Mensch mit einem Vermögen von rund 85 Mrd. Dollar (71,24 Mrd. Euro). Fast sein gesamtes Vermögen steckt in dem von ihm aufgebauten und geleiteten Investment-Unternehmen Berkshire Hathaway. Buffett steht seit 1965 an der Spitze des Konzerns und hat das Unternehmen mit zahlreichen renditeträchtigen Investments zu einem der weltgrößten Anleger aufgebaut.

Südkorea verbietet Kryptowährung

Das explosionsartige Abheben von Bitcoin, der bisher bekanntesten Cyberdevise, ruft immer mehr Politiker und Aufsichtsbehörden auf den Plan. Sie wollen den bis dato völlig unregulierten Handel zügeln. Drastisch der Beschluss von Südkorea. Dessen Justizminister hat heute ein Verbot des Börsenhandels von Kryptowährungen angekündigt. Ein entsprechendes Gesetz sei in Vorbereitung, sagte Park Sang Ki vor Journalisten. Es gebe große Bedenken hinsichtlich der virtuellen Währungen und daher bereite das Ministerium ein Verbot des Handels über entsprechende Börsen vor. Details zu den Planungen nannte der Minister nicht. Betreiber von Handelsplätzen für Kryptowährungen in Südkorea berichteten von Ermittlungen und Durchsuchungen durch Polizei und Steuerbehörden. Sie hätten dies mit dem Verdacht der Steuerhinterziehung und anderer krimineller Aktivitäten begründet. 

Ruf nach Netzneutralität

Hingegen "kryptofit" machen will sich die Kloepfl Group. Als erste deutsche Unternehmensberatung akzeptiert Kloepfl Bitcoin, Ether oder Bitcoin Cash. Konzerne, Mittelständler und Start-ups können bei dem Einkaufs- und Supply-Chain-Dienstleister ab sofort bei Vertragsabschluss angeben, ob sie Rechnungen in Krypto-Währungen begleichen möchten. Damit unterstreiche man die wachsende Bedeutung von Blockchain Technologien und Krypto-Währungen. Die Unternehmensgruppe will damit ein Zeichen setzen: „Der Mittelstand muss seine Exportschlager kryptofit machen, um auch in hundert Jahren noch erfolgreich zu sein. Dazu brauchen wir auch die Netzneutralität. Die Aushöhlung der Netzneutralität bremst Digitalisierung und Fortschritt aus“, sagt Duran Sarikaya, Geschäftsführer der Kloepfel Group. 

White Paper zum Thema

Bessere Erforschung der Kryptowährung

Sarikaya moniert die Aushöhlung der Netzneutralität durch die US-Regierung, „Die Entscheidung der amerikanische Telekommunikations-Aufsicht FCC die Netzneutralität abzuschaffen, wird die innovativen Entwicklungen im Bereich Blockchain und Industrie 4.0 stark einschränken bis unmöglich machen. Sie wird zu einer ungerechteren Welt führen. Im offenen Internet fließen alle Daten gleich schnell durch das Netz. Jüngst hat US-Präsident Trump diesen Grundsatz der Netzneutralität abgeschafft. Das wird bedeuten, dass es für bezahlende Unternehmen leichter sein wird, sich eine Überholspur im Netz zu erkaufen. Kleine Unternehmen und Startups, die sich diese Kosten nicht leisten können, werden benachteiligt, da sie sich einen hohen Datentransfer nicht leisten können. Der faire Wettbewerb wäre endgültig dahin und damit auch die Entwicklung von Geschäftsmodellen auf Basis der Blockchain, die Konzernstrukturen letztlich abschaffen will.“  Der Geschäftsführer ergänzt: "Zum anderen stellt sich nicht einfach nur die Frage, ob Krypto-Währungen wie Bitcoin Cash eine Zukunft haben. Vielmehr müssen wir die Frage stellen, ob unser aktuelles Geld- und Finanzsystem eine Zukunft hat. Krypto-Währung muss daher besser erforscht werden.“ (APA/Reuters/red)