Intralogistik

Vier Trends in der Entwicklung von AMR

Fahrerlose Transportsysteme sind keine Neuheit, schon seit über 50 Jahren rollen sie durch die Lager. Die künstliche Intelligenz schuf mit autonomen mobilen Robotern (AMR) neue Möglichkeiten. Ein Bericht der britischen Plattform Styleintelligence zeigt, wohin die Entwicklung geht.

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Hier beispielweise ein fahrerloses Transportsystem vom österreichischen Hersteller agilox.

Seit 2010 spielt KI in Systemen für die Intralogistik eine immer größere Rolle. Der autonome mobile Roboter (AMR) war geboren - und damit wandte sich das Interesse der EntwicklerInnen mehr und mehr dem Innenleben der nichtmenschlichen Helfer zu. Den Status Quo und die erwarteten Neuerungen in dem Bereich versucht der aktuelle Report "AGV & AMR Robotics 2021" von Styleintelligence einzufangen. Grundlage dafür waren Interviews, die mit verschiedenen europäischen und nicht-europäischen Herstellern geführt wurden. 

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1. Trend: Preissenkung

"Die ARM-Technologie ist nicht mehr neu und aufregend. Jetzt geht es entweder darum, schneller und besser zu werden, um die Preise zu rechtfertigen. Oder man reduziert den Preis, weil AMR mehr und mehr zum Allerweltsprodukt werden", ist die Einschätzung eines dänischen Herstellers. 

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2. Trend: Mehr Sicherheit

Als Schlüsselthema in der AMR-Technologie bezeichnet der Report den Ausbau von Sicherheitsfunktionen. Schließlich bewegen sich Roboter ganz ohne Absperrung in Räumen, in denen Menschen Arbeiten und Gegenstände unerwartet den Weg versperren können. "Von KundInnenseite bekommen wir immer strengere Sicherheitsvorgaben, während die anderen Charakteristika, wie etwa Kompaktheit und Performance, gleich bleiben sollen", erzählt ein Hersteller aus Deutschland. 

3. Trend: AMR in Innen- und Außenräumen

Wenn sich Tätigkeiten abwechselnd drinnen und draußen abspielen, kann das für MitarbeiterInnen besonders unangenehm sein. Man denke an große Temperaturunterschiede oder raue Wetterverhältnisse. KomponentenentwicklerInnen arbeiten daher laut Styleintelligence bereits an Sensoren, die mit den unterschiedlichen Lichtverhältnissen klarkommen. 

4. Trend: Interoperabilität

Da KundInnen oftmals Systeme von verschiedenen AnbieterInnen zukaufen, ist es wichtig, dass diese sich aufeinander abstimmen können. Sodass der Anwender oder die Anwenderin etwa festlegen kann, welcher Roboter gegenüber anderen Vorrang hat. Dem Putzroboter würde beispielsweise die niedrigste Priorität erteilt und er würde einem AMR Platz machen, dessen Beitrag zur Wertschöpfung direkter ist. 

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