After Sales

Opa erobert das Industrial IoT

Der Alte hat seit Jahrzehnten seinen festen Platz in der Produktion. Durch kein neues Equipment ist er, der Opa des Maschinenparks, zu ersetzen. Doch was, wenn die vierte Industrielle Revolution, 5G und Internet of Things in der Produktion Einzug halten? Kommt er dann auf die Gebrauchtmaschinenbörse?

Opa muss bleiben! Auch ältere Maschinen lassen sich für das IoT-Zeitalter fit machen.

Für die Smart Factory braucht es keine Neumaschinen. Mit vergleichsweise geringem finanziellem Aufwand lässt sich auch ein Maschinenpark mit älteren Semestern fit für das Industrial Internet of Things machen. Damit “Opa” fit für Industrie 4.0 und IoT wird, braucht es moderne Sensorik und Kommunikationstechnik. Ein Retrofit ist angesagt. Damit gewinnt man wertvolle Produktionsdaten für eine Fertigung im Sinne von Industrie 4.0 und IoT hält Einzug in die Produktion.

Doch halt! Ist Internet of Things (IoT) gleich Industrial Internet of Things (IIoT)? Einige Gemeinsamkeiten gibt es. Bevor es darum geht, wie der Opa im Maschinenpark ins Internet der Dinge kommt, eine Erklärung was die beiden Begriffe bedeuten.

Was IoT von Industrial IoT unterscheidet

Internet of Things (IoT) bezieht sich auf den Consumer-Bereich. Mit IoT Technologie werden physische und virtuelle Gegenstände des täglichen Gebrauchs vernetzt und im Internet der Dinge (IoT) aus der Ferne überwacht und gesteuert. Das Internet der Dinge im industriellen Umfeld baut ebenfalls auf IoT-Geräten auf. Roboter, Maschinen, fahrerlose Transportsysteme und andere IoT-fähige Gegenstände liefern Daten für die Überwachung und Steuerung der Produktion.

White Paper zum Thema

Industrial IoT für die Smart Factory

Für den automatisierten Informationsaustausch im Industrial Internet of Things braucht es auf der Netzwerkebene entsprechende Technologien für IoT-Konnektivität und eine verlässliche und flexible Vernetzung, etwa für Machine to Maschine-Kommunikation. Insbesondere große Industrial IoT-Lösungen nutzen eine zentrale Industrial IoT-Plattform. Internet of Things-Gesamtlösungen bieten nicht nur angestammte Player am Markt an, auch Start-ups mischen den Markt für die vernetzte Produktion mit ihren IoT Geräten und IoT Anwendungen auf.

Alte Maschinen fit für Industrie 4.0 und IoT 

Industrial IoT verbessert in der Smart Factory die Leistung eines Assets, einer Maschine oder eines gesamten Geschäftsprozesses. Aus den untereinander vernetzten Dingen entsteht ein Ökosystem, in dem Personen, Applikationen und Geräte interagieren. So lassen sich Maschinen per Fernzugriff steuern, der  Zustand der Maschine visualisieren oder IoT Technologie für Predictive Maintenance einsetzen. Praktisch jede Maschine kann Teil des Industrial Internet of Things werden. Alte Maschinen kommunizieren in einer Smart Factory mit Hilfe passender IoT-Hardware zum Nachrüsten. Im Vergleich zur Anschaffung einer neuen Maschine ist ein solcher Retrofit mit geringeren Investitionen verbunden.

ToolSense Checklist: Diese Fragen müssen Sie sich vorher stellen

Bevor “Opa” fit für Industrie 4.0 und IoT gemacht wird, gilt es einige Fragen zu klären:

  • Welcher Industrial IoT-Anwendungsfall (z.B. Predictive Maintenance) hat den größten Mehrwert für das Unternehmen?
  • Welche Maschinendaten braucht es für aussagekräftige Informationen über den Zustand der Maschine?
  • Wie werden die IoT-Daten gesammelt, verwaltet und ausgewertet?
  • Welche Mitarbeiter- oder Kundendaten unterliegen womöglich dem Datenschutz?
  • Welche Retrofit-Komponenten eignen sich zur Nachrüstung?
  • Kommt es durch ein Retrofit zu wesentlichen Änderungen (i.S.d. MSV 2010) an der Maschine ?

Der ToolSense-Tipp für IoT-Projektleiter

Wenn Sie ein IoT-Projekt starten, definieren Sie den ungefähren Zeitraum in dem sich der Nutzen zeigen soll und woran sich der Erfolg des IoT-Projekts messen soll, also etwa Produktivitätssteigerung, Kostensenkung, weniger Ausfallzeiten).

Risiken und Besonderheiten des Industrial Internet of Things

IIoT-Systeme, die eine skalierbare, zuverlässige und sichere industrielle Umgebung schaffen, ebenen den Weg für die vierte Industrielle Revolution. Neben IoT-fähigen Maschinen braucht die Smart Factory zwei Dinge: Geschwindigkeit und Sicherheit.

Dass Maschinen, Anlagen und andere Gegenstände untereinander versetzt sind, ist für Industrie 4.0 und IoT zentral. Die Besonderheiten des Industrial Internet of Things werden deutlich, wenn die strengeren Anforderungen in Bezug auf Latenz und Bandbreite erfüllt werden. Durch den Ausbau von 5G wird Internet of Things eine noch leistungsstärkere Technologie für die vierte Industrielle Revolution.

Unsichere IIoT Systeme bergen jedoch mehrere Sicherheitsrisiken: Systemmanipulationen oder Schwachstellen in der Software können zu Sicherheitsproblemen führen. Die Folgen reichen vom Betriebsausfall bis hin zu finanziellen Verlusten. Dass durch ein Datenleck wertvolle Betriebsgeheimnisse in die falschen Hände geraten, hemmt viele Unternehmen, den Schritt ins Industrial Internet of Things (IIoT) zu wagen. Neben der Kommunikation nach Außen, die von einer Firewall geschützt ist, ist es die Machine to Machine-Kommunikation in der Smart Factory, die als Gefahrenquelle nicht unterschätzt werden darf. Betrachtet man die Chancen für die künftige Wettbewerbsfähigkeit, lohnt sich die harte Arbeit um die Risiken zu minimieren.

ToolSense Checklist: Industrial IoT: On Premise, Cloud oder doch hybrid?

Fünf Fragen, die Sie sich bei Ihrem Industrial IoT-Projekt stellen sollte:

  • Welche einmaligen und laufenden Kosten entfallen bei On Premise-Lösungen und welche für Cloud-Lösungen?
  • Wie hoch ist der Zeitaufwand für die Installation von Server Hardware im Vergleich zu Cloud-Lösungen?
  • Erfüllt ein On Premise-, Cloud- oder hybrider Ansatz die Anforderungen an die Skalierbarkeit (z.B. Erweiterung der Rechenkapazität) und Flexibilität?
  • Lassen sich Datensicherheit und Compliance, insbesondere bei geschäftskritischen IoT-Daten, lediglich On Premise erfüllen?
  • Wie sieht es mit der Systemverfügbarkeit und Konfiguration einer On Premise- im Vergleich zu einer Cloud-Lösung aus?

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(Entgeltliche Einschaltung)

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