Steiermark

Österreich setzt auf Slowenien

Slowenien ist durch den Hafen Koper ein wichtiger Logistik-Hub für die österreichische Exportwirtschaft. Auch Magna, Knapp, Anton Paar und AVL kooperieren eng mit dem Nachbarland.

Hafen Koper Magna AVL Knapp Anton Paar Export Kooperation

Slowenien spielt für Österreichs Exporte eine zentrale Rolle.

Österreich – insbesondere die Steiermark – sind mit Slowenien durch ein dichtes Netz an wirtschaftlichen Verknüpfungen verbunden. Laut dem Außenwirtschaftscenter in Ljubljana haben österreichische Firmen rund 1.000 Niederlassungen im Nachbarland - darunter Shoppingcenter und Supermärkte, Tankstellen, den Telekom- und Versicherungsmarkt, den Bausektor und Automarkt. Transportunternehmen aus Österreich verfügen in Slowenien über wichtige Logistikzentren.

Der hohe Anteil der Transportleistungen hängt mit der zentralen Rolle Sloweniens als Logistik-Hub zusammen. Der Hafen Koper ist der wichtigste Überseehafen für die österreichische Exportwirtschaft. „Der hohe Stellenwert Sloweniens für die österreichische Exportwirtschaft kann nicht genug betont werden: Mit Einfuhren von Gütern und Dienstleistungen aus Österreich um rund 1.900 Euro pro Kopf und Jahr liegt Slowenien 2020 weltweit an der Spitze. Ein weiterer weltweiter Superlativ ist der österreichische Marktanteil von gut neun Prozent gemessen an den slowenischen Gesamtimporten von 32 Mrd. Euro“, heißt es in Unterlagen des Internationalisierungscenter Steiermark (ICS). Im ersten Halbjahr 2020 wurden aus der Steiermark Waren im Wert von 10,44 Milliarden Euro nach Slowenien exportiert und in die Steiermark Waren im Wert von 8,26 Milliarden Euro importiert.

Niederlassungen steirischer Unternehmen in Slowenien betreiben beispielsweise die Knapp AG und Anton Paar jeweils in Ljubljana, Saubermacher und Neuroth mit mehreren Standorten oder auch die AVL List in Maribor. Insgesamt beschäftigen österreichische Unternehmen in Slowenien an die 20.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Eine besonders enge Kooperation zwischen der Steiermark und Slowenien hält Magna Steyr, denn das Werk in Graz und das Schwesterunternehmen in Hoče fertigen gemeinsam Tausende Fahrzeuge pro Monat.

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Standort Slowenien

Slowenien gilt dennoch als ein klassischer Einstiegsmarkt für österreichische Firmen. Als Nachbarland und Hub für die anderen ex-jugoslawischen Länder verfolgen laut Außenwirtschaftscenter immer mehr Unternehmen die Strategie, Slowenien als Standort zu wählen. Slowenien hat neben der Nähe zu Österreich weitere Standortvorteile, wie die gute Hafen- und allgemeine Infrastruktur. Damit biete es sich als kompetitiver Produktionsstandort an: qualitativ hochwertige Produkte, hohe Verfügbarkeit slowenischer Zulieferer, politische Stabilität und starkes ökologisches Bewusstsein. (apa/red)