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KUKA-Boss Till Reuter muss gehen

Mehrere Medienberichte machen es deutlich: KUKA-CEO Till Reuter wird seine Tätigkeit im Dezember beenden. Die Chinesen wollen im Tagesgeschäft härter durchgreifen, heißt es.

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Muss sich einen neuen Job suchen: Till Reuter verlässt Kuka, berichten Medien. 

Paukenschlag bei KUKA. Till Reuter wird seine Tätigkeit im Dezember beenden, heißt es in mehreren Medien. Auch das Unternehmen bestätigte das Ausscheiden des CEOs des Roboterbauers. Finanzvorstand Peter Mohnen soll am 6. Dezember übernehmen. 

Das Manager Magazin berichtet: "Aus Unternehmenskreisen verlautete, die Investoren aus China wollten im Tagesgeschäft stärker durchgreifen. Das Verhältnis zwischen Reuter und den Investoren habe sich zuletzt verschlechtert, hieß es." KUKA hat im vergangenen Jahr weniger Gewinn gemacht - jedoch lag dies vor allem an hohen Investitionen und Zukäufen. 

In chinesischer Hand

Kuka gehört mehrheitlich dem chinesischen Investor Midea. Was Kritik nach sich zog. Denn seit der KUKA-Übernahme 2016 stoßen in Deutschland die massiv steigenden Einkaufstouren chinesischer Investoren abseits des Topmanagements in der Industrie auf zunehmendes Unbehagen. Dabei verbinden sich Sorgen vor einem Ausverkauf von deutschem Know-how bei Zukunftstechnologien mit der Verärgerung über die Abschottung der eigenen Märkte durch die Volksrepublik. Schon 2016 forderte der deutsche Industrieverband BDI einen besseren Marktzugang für Industriebetriebe in China. Der Verband fordert die gleichen Bedingungen, die Deutschland chinesischen Investoren bietet.

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