Unternehmensstrategie

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FACC steckt derzeit 30 Millionen Euro in neues Fertigungswerk in Kroatien. Damit will der Flugzeugausstatter aber nicht nur seine Fertigungskapazitäten ausbauen. Die Oberösterreicher wollen auch andere Bereiche puschen.

FACC will aber nicht nur seine Fertigungskapazitäten ausbauen, auch im Servicegeschäft - also im Markt für Wartung und Reparaturen - sieht der Konzern starkes Wachstumspotenzial.

Der oberösterreichische Flugzeugausstatter FACC steckt rund 30 Millionen Euro in ein neues Fertigungswerk in Kroatien. Der Grundstückskauf soll noch in dieser Woche abgeschlossen werden, Baustart soll noch in diesem Jahr sein, sagte Unternehmenschef Robert Machtlinger am Mittwoch im Rahmen der Jahresbilanzpressekonferenz. Der Betrieb solle dem jetzigen Zeitplan zufolge im April 2021 starten.

Airbus und Rolls Royce top versorgt

"Die FACC will wachsen und das schneller als der Markt", begründete Machtlinger den Bau des neuen Werks. Außerdem müssten große europäische Kunden wie Airbus und Rolls Royce weiterhin zu 100 Prozent versorgt werden. Mit Rolls Royce unterzeichneten die Oberösterreicher 2017 einen Liefervertrag über 35 Millionen Euro. Mit Airbus 2017 einen 500-Millionen-Deal.  Zudem wolle das Unternehmen seinen Fachkräftebereich ausbauen. "Das bietet uns Zagreb mit hoch qualifizierten Fachkräften", sagte Machtlinger.

Bis zu 600 Arbeitsplätze sollen am Ende in dem Werk nahe der kroatischen Hauptstadt Zagreb entstehen. Die Kosten für die Betriebsstätte werden zusätzlich zu dem bereits seit einigen Jahren laufenden Investitionspaket in Höhe von 100 Mio. Euro aufgewendet, so Machtlinger. In Österreich sollen im laufenden Geschäftsjahr 2019/20 rund 40 Mio. Euro investiert werden, nachdem bereits in den vergangenen beiden Geschäftsjahren je rund 35 Mio. Euro in weitere Produktionskapazitäten, neue Technologien und Digitalisierung im operativen Bereich geflossen waren.

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FACC will aber nicht nur seine Fertigungskapazitäten ausbauen, auch im Servicegeschäft - also im Markt für Wartung und Reparaturen - sieht der Konzern starkes Wachstumspotenzial. "Wir streben eine signifikante Erhöhung der Umsätze in diesem Segment an", sagte der FACC-Chef. Das Segment könne in Zukunft rund 10 bis 15 Prozent zum gesamten Konzernumsatz beitragen. Denn der Bedarf an Reparaturen von Komponenten würde steigen. Die FACC punkte in der Branche als eines der wenigen Unternehmen mit Wartungs-Zulassungen sowohl in den USA als auch in Europa.

Der Deal mit den Flugtaxis

Daneben erhofft sich FACC auch von seinem Flugtaxi-Projekt Erfolge. In Kooperation mit dem chinesischen Unternehmen EHang entwickelte FACC autonome Flugtaxis für Personen- und Frachtverkehr. Bis Ende 2020 sollen 300 Einheiten gebaut und allesamt nach China ausgeliefert werden. Man wolle sich damit als "Frontrunner" in einem Markt positionieren, der laut Prognosen großer Beratungsunternehmen in den kommenden Jahren zu einem 30 Mrd. US-Dollar schweren Markt anwachsen könnte, so Machtlinger. (APA/red)

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