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Die 6 größten Irrtümer bei Business Intelligence

Anbieterabhängigkeit, Standardkönig oder Universallösung. Factory räumt auf mit den Irrtümern rund um Business Intelligence. Alexander Klaus, Marketing Direktor DACH-Region bei QlikTech und Alexander Springer, Vorstandsvorsitzender von prevero machen Schluss mit den Missverständnissen rund um Business Intelligence.

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© Maskworld Standardkönig Alles was vom Standard abweicht, ist gefährlich. Hier siegt Daniel über Goliath. Nische über Standard. Früher war die einzig richtige Lösung ein Standard. Mitunter ein Grund: Kosten möglichst niedrig halten. „Heute wollen Unternehmen weg vom großen Standard hin zur Nische “, ist sich Alexander Klaus von QlikTech sicher. Für den Business Intelligence Experten ist ganz klar, dass Nischenlösungen oft besser als eine standardisierte Variante sind. „Nischenlösungen eignen sich besser für die Bedürfnisse kleiner Unternehmen“, erklärt er. Auch BI-Anbieter prevero rät über den Tellerrand zu schauen. „Große Anbieter haben einen bunten Blumenstrauß an Möglichkeiten. Diese sind allerdings oft zugekauft und nicht vollständig integriert“, so der Vorstandsvorsitzende von prevero, Alexander Springer.
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Standardkönig Alles was vom Standard abweicht, ist gefährlich. Hier siegt Daniel über Goliath. Nische über Standard. Früher war die einzig richtige Lösung ein Standard. Mitunter ein Grund: Kosten möglichst niedrig halten. „Heute wollen Unternehmen weg vom großen Standard hin zur Nische “, ist sich Alexander Klaus von QlikTech sicher. Für den Business Intelligence Experten ist ganz klar, dass Nischenlösungen oft besser als eine standardisierte Variante sind. „Nischenlösungen eignen sich besser für die Bedürfnisse kleiner Unternehmen“, erklärt er. Auch BI-Anbieter prevero rät über den Tellerrand zu schauen. „Große Anbieter haben einen bunten Blumenstrauß an Möglichkeiten. Diese sind allerdings oft zugekauft und nicht vollständig integriert“, so der Vorstandsvorsitzende von prevero, Alexander Springer.
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Endergebnis Stimmt am Ende alles, passt auch die Lösung. Prevero als auch QlikTech raten zur Vorsicht bei zu schnellen Kaufentscheidungen. Glänzt eine Lösung am Ende, ist sie nicht automatisch gut. „Wenn Sie sich für einen Anbieter entschieden haben, lassen Sie sich live bei Ihnen vor Ort durch den „Proof of Concept“ zeigen, ob Angepriesenes auch tatsächlich realisierbar ist“, mahnt Springer. „Verschwindet ein Anbieter mit den Unternehmensdaten und kehrt nach zwei Wochen mit einer professionellen Lösung zurück, dann ist das kein vertrauensvoller Partner“, warnt auch Klaus zur Vorsicht. Eine Softwareauswahl erfolgt in drei einfachen Schritten. Zuerst werden die Anforderungen des Unternehmens an die BI definiert. Danach entsteht eine „Short-List“ aus all denjenigen BI-Anbietern, die diese Anforderungen erfüllen. Aus der Short-List pickt man sich zwei bis drei Anbieter. „Konfrontieren Sie diese mit einem aktuellen Problem und lassen sie es vor Ort lösen“, rät Klaus. Ein weiterer Tipp von BI-Experte Springer: „Rufen Sie Referenzkunden an.“
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Universallösung Über alle Prozesse eine Lösung laufen zu lassen, ist der beste Weg. Für Klaus ist klar, dass es besser ist viele kleine spezifische Lösungen zu haben, anstatt einer Großen. „Eine Applikation für die Finanzen ist wesentlich komplexer als eine Applikation für den Vertrieb“, erklärt Klaus. „Eine riesige BI-Lösung für alle Fachabteilungen braucht oft Monate wenn nicht Jahre um fehlerlos zu funktionieren.“ BMW nennt er als Vorzeigemodell für fachspezifische Applikationen. „Dort gibt es einen eigenen konzerninternen App-Store“, so Klaus. Auch Springer sieht die Potenziale noch in kleinen innovativen Lösungen: „Unternehmen sind noch nicht bereit eine einzelne große Lösung über all ihre Prozesse fließen zu lassen.“ Für den BI-Experten ist klar, dass es in den nächsten zehn Jahren sicher weniger Anbieter geben wird als jetzt, aber damit nicht automatisch weniger innovative Lösungen.
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Anbieterabhängigkeit Einmal mit einer Lösung verheiratet, fällt die Trennung schwer. Springer unterscheidet zwischen Unternehmen, die immer in den Rückspiegel schauen und Unternehmen, die ihre Wettbewerbschancen nutzen möchten. „Natürlich - ein Unternehmen, das sehr viel in eine vorherige Lösung investiert hat, wechselt ungern. Aber auch BI-Lösungen haben ihren Produktlebenszyklus und dann hängt es immer vom Unternehmen selbst ab, ob nach vorn oder nach hinten geschaut wird“, so der CEO. Auch Klaus verweist auf die Macht der Anwender bei Business Intelligence. „Ist der Anwender nicht zufrieden, fällt eine Trennung leicht“, erklärt er.
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Wolkentraum Für Business Intelligence braucht eine Rechnerwolke. Die virtuellen Früchte der Rechnerwolke gibt es nicht für Business Intelligence. Hier drängt sich eine andere Technologie in den Vordergrund: In-Memory. „Der Anwender greift hier nicht mehr auf eine Festplatte zu, sondern auf den Arbeitsspeicher“, so Springer. „Und das ist nicht nur schneller sondern auch effizienter, da die Daten bereits strukturiert und multidimensional im Arbeitsspeicher liegen.“ Die Hemmschwelle für In-Memory liegt also tiefer als bei der Rechnerwolke. „Die Daten liegen nicht virtuell in einer Wolke sondern physisch am Server“, so Klaus. Beide Anbieter sind sich einig: Business Intelligence gibt es auch wolkenlos.
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IT-Allmacht Bei BI haben die ITler das Wort. Business Intelligence ist keine weitere Spielwiese der Informationstechnik. Die Grande Dame ist hier der Fachbereich. Business Intelligence ist anwendergetrieben. „Hier haben der Lageraufseher oder der Finanzchef das Wort“, so Klaus. Es ist der jeweilige Fachbereich der entscheidet, welche Lösung eingeführt wird. Oberste Priorität laut Klaus: „Anwender müssen ihre Anfragen selbst modifizieren und mit den Daten interaktiv arbeiten können.“ Eine BI-Lösung muss selbsterklärend sein, sind sich beide Anbieter einig. Außen vor gelassen wird die IT dabei nicht. “ „Die IT steuert den Entscheidungsprozess und stellt die notwendigen technologischen Parameter zur Verfügung“, so Springer.