Finanzierung

Berliner Start-up Relayr erhält 30 Millionen für Versicherung von Digitalprojekten

Drei Investoren, darunter die Deutsche Telekom, investieren 30 Mio. Euro in das Industrie 4.0-Start-up Relayr. Die Gründer wollen mehr als Technologie verkaufen. Versicherungen und Finanzierungen für Digitalprojekte könnten entstehen. Aber was macht Relayr so attraktiv?

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Investor Telekom ist dabei: Die Gründer von Relyr wollen nicht nur Daten sammeln, sie wollen diese auch analysieren und versichern.  

Das Versprechen von Relayr und seinen Gründern: Durch Installation auf Vorort-, Cloud- oder Hybridsystemen bietet die Relayr -Plattform die Flexibilität, neue und alte Instanzen und Geschäftsmodelle des Industrial Internet of Things (IIoT) in das aktuelle IT-Ökosystem zu integrieren. Das Ziel der Berliner: Der Industrie neue Geschäftsmodelle zu ermöglichen. Die Software soll weitreichende Datenanalysen und ein umfassendes Datenmanagement ermöglichen. Dadurch sollen Unternehmen dabei gestärkt werden, mit Daten, die über jede Konnektivität und innerhalb jedes IT-Ökosystems von jeglichen Geräten gesammelt wurden, neue Lösungen und Einkommensquellen zu finden. Relayr bietet einen Datensammler und Analysten an - ein Geschäftsmodell, das auch klassische Automatisierer gerne bedienen würden, im Fall von Relayr aber außen vor sind. Der Fokus des Unternehmens liegt auf dem Mittelstand und der neue Investor Deutsche Telekom soll die Konnektivität sicherstellen. 

Aus Sicht von Relayr bedeutet dies, einen einheitlichen Datenstrom von der Edge, d.h. von Datenquellen wie Maschinen, Motoren oder ganzen Anlagen zu erzeugen und diesen via Middleware in die unternehmenseigene Datenhaltung, für spätere Anreicherung, einzugliedern. Durch den Einsatz künstlicher Intelligenz, identifizieren die Gründer geschäftsrelevante Aktivitäten und bietet Anwendungen, beispielsweise zur Ausfallprävention (predictive maintainance) oder zur digitalen Simulierung von Produktverhalten (digital twin) an. Die Relayr-Plattform und ihre Bestandteile sind unabhängig vom Gerätefabrikat/-modell und der Konnektivitätsmethode (3G, Wi-Fi, IEEE 802.15.4). Das System kann Geräte, so die Gründer, mit verschiedenen Protokollen oder händlerspezifischen proprietären Managementprotokollen verwalten. 

Versicherung für das Digitalprojekt?

Und was ist noch spannend an dem Start-up? Neben dem Technologieaspekt wird sich Relayr auf die Business-Themen Finanzierung und Versicherung von digitalen Transformationsprojekten fokussieren, heißt es in einer Mitteilung. Insbesondere bei der Umstellung von Capex- zu Opex-basierten Geschäftsmodellen, ergeben sich neue Liquiditäts- und Risikofragestellungen, die von Relayr innerhalb eines Projektes beleuchtet und gemeinsam mit Partnern, in Form von innovativen Finanzierungsalternativen und Rückversicherungen, adressiert werden können.

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Das bedeutet: Relayr bietet eine Plattform an und liefert die Finanzierung und Versicherung gleich mit, wenn es nicht klappt oder die Potenziale nicht voll ausgeschöpft wurden oder die Daten werden versichert oder oder oder!? Vielleicht. Investoren sind jedenfalls überzeugt, darunter auch die Munich Re und HSB Engineering Insurance. 

„Dieses Investment erlaubt es uns, substantiell zu wachsen und uns global weiter zu etablieren. Da wir mit unseren Kunden langfristige Partnerschaften eingehen, ist eine solide Herangehensweise besonders wichtig, um sie auf dem Weg in zukunftsträchtige ‚Pay-per-Use‘- und ‚As-a-Service‘-Geschäftsmodelle, die Technologie, Service, Versicherung und Finanzierung kombinieren, zu begleiten", erklärt  Josef Brunner, CEO von Relayr. 

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