Iran

Automobil-Cluster vertieft Zusammenarbeit mit Iran

Elf iranische Unternehmen trafen kürzlich oberösterreichische Automobilzulieferer zu Gesprächen in unserem Bundesland und vertieften die Zusammenarbeit mit dem Automobil-Cluster Oberösterreich der Wirtschaftsagentur Business Upper Austria.

Business Upper Austria Automobil

ICM Branchenfokus "last mile" -  Unternehmen arbeiten aktiv an der Planung neuer Logistik-Systeme für „die letzte Meile“

Geleitet wurde die Delegation von der ISIPO (Iran Small Industries and Industrial Parks Organisation). „Der Iran als aufblühende Wirtschaftsmacht im Nahen Osten ist ein chancenreicher Markt für Oberösterreich. Nach der Aufhebung der Sanktionen ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um gute Kontakte mit iranischen Unternehmen zu knüpfen und von Anfang an den Aufschwung zu nützen“, betont dazu Wirtschafts-Landesrat Michael Strugl.

Die Einladung nach Oberösterreich erfolgte in Kooperation mit dem Bundesministerium für Wirtschaft, Forschung und Innovation, der Wirtschaftskammer OÖ und der Firma Ebner Industrieofenbau. Bei diesem Treffen, das bei Ebner Industrieofenbau in Leonding stattfand, hatten sieben österreichische Unternehmen die Möglichkeit, Gespräche zu führen und ihre Kontakte in den Iran zu intensivieren. Gleichzeitig wurden bilaterale Gespräche zwischen dem Automobil-Cluster Oberösterreich und dem Automobilverband Iran geführt sowie Gegenbesuche für die Zukunft vereinbart.

Frederic Hadjari, der die Gäste im Namen des Automobil-Clusters begrüßte und die Gespräche leitete, war mit dem Treffen sehr zufrieden: „Wir konnten uns mit den Vertretern der Iranischen Automobilbranche austauschen und unsere Beziehungen, die wir seit zirka einem Jahr intensiv unterhalten, noch weiter vertiefen. Dies ist bereits das dritte Treffen, in dem wir nun über konkrete Termine für Gegenbesuche unserer Zulieferfirmen im Iran gesprochen haben.“

White Paper zum Thema

Internationalisierung unterstützen

Auch Clustermanager Wolfgang Komatz sieht in den Kontakten zu iranischen Autoherstellern eine Chance für die Partnerfirmen des Automobil-Clusters: „Die Möglichkeiten, die sich für unsere Unternehmen im Iran auftun, unterstützen und vergrößern wir vom Automobil-Cluster mit einem rechtzeitigen Knüpfen eines umfangreichen Netzwerkes. Durch unsere mittlerweile sehr umfangreiche Expertise über das Land und die wirtschaftlichen Verhältnisse sind wir Ansprechpartner für Unternehmen, die sich im Iran niederlassen wollen. Im Rahmen unseres Projektes „Roadmap to Iran“, das wir in enger Zusammenarbeit mit dem AußenwirtschaftsCenter durchführen, konnten wir bereits zwölf Firmen zu einem Konsortium vereinen, das sich auf einen gemeinsamen Markteintritt in den Iran vorbereitet.“

Ebner von den Chancen beeindruckt

Der Geschäftsführer der Firma Ebner Industrieofenbau, Robert Ebner, ist ebenfalls von der Automobilindustrie des Irans beeindruckt: „Wenn man bedenkt, dass im Iran schon vor den Sanktionen mehr als 1,6 Millionen Autos assembliert wurden, ist das auch im globalen Vergleich eine beachtliche Zahl. Bedingt durch die Sanktionen hat sich die Anzahl auf etwas über 700.000 Stück reduziert und somit besteht jetzt großer Bedarf im Land, technologisch und qualitativ wieder aufzuschließen. Traditionell waren die Beziehungen zwischen Österreich und dem Iran immer sehr gut und es wird auch die Qualität ‚Made in Austria‘ sehr geschätzt. Solche Veranstaltungen, wie diese vom Automobil-Cluster organisierte, helfen dabei, dem Kunden die Leistungsfähigkeit österreichischer Betriebe nahezubringen.“

Verwandte tecfindr-Einträge