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Auf den Zahn gefühlt

Beim Fräsen von Kobalt-Chrom-Zahnersatz sind die Anforderungen an Prozesssicherheit und Fertigungstoleranzen sowie an Werkzeug und Beschichtung sehr hoch.

Mack Dentaltechnik Oerlikon Zerspanung Fräsen

Beim Fräsen von Kobalt-Chrom-Zahnersatz sind die Anforderungen an Prozesssicherheit und Fertigungstoleranzen sowie an Werkzeug und Beschichtung bei Mack Dentaltechnik extrem hoch.

Ob es um Großbauteile bis zu zehn Metern Länge oder filigrane Strukturen in Zahnkronen geht: Mack ist Zerspanungspartner in 20 verschiedenen Branchen, von Maschinenbau über Halbleiterindustrie bis zu Luftfahrt und Medizintechnik. Dafür entwickelt und fertigt der eigene Bereich Schleiftechnik maßgeschneiderte HM-Werkzeuge von 0,5 bis 40 mm Durchmesser – und berücksichtigt alle anwendungsspezifischen Bedingungen wie etwa Material, Maschinenparameter, Kühlung oder Spannsituation.

Um Dentallaboren kürzeste Lieferzeiten zu bieten, verfolgt der Dornstädter Zerspanungsspezialist einen minutiösen Fertigungsprozess für High-End-Zahnersatz. Wird ein Datensatz für Zahnprothetik online geliefert, wird er in der CAD-/CAM-Software geladen und eine passende Frässtrategie ausgewählt, je nach Material und Auftrag. Dann folgen Simulationstest und schließlich Maschinenanlauf – alles vollautomatisch, ohne manuelle Eingriffe.

© Oerlikon Balzers

Um Dentallaboren kürzeste Lieferzeiten zu bieten, hat der Zerspanungsspezialist Mack die Fertigung von Zahnersatz minutiös getaktet.

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Neue Schicht meistert Materialwechsel

Diese Fertigungsroutine stellte ein Wechsel der bisherigen Kobalt-Chrom-Legierung vor Herausforderungen. „Wir fräsen aus diesem Werkstoff pro Tag mehrere Hundert Kronen, Brücken oder anderen Zahnersatz, den unsere Kunden meist noch keramisch verblenden. Kein Teil ist gleich, die Werkzeuge müssen deshalb unter verschiedensten Eingriffswinkeln funktionieren und ein breites Prozessfenster bieten“, erklärt Tobias Mack, Leiter der Schleiftechnik. Nach der Materialumstellung ergaben sich jedoch zu große Schwankungen in den vorgegebenen Standzeiten, auch die Genauigkeit hatte gelitten – wohlgemerkt bei Toleranzen von bis zu fünf Mikrometern bei manchen Anwendungen.

Hier kommt Oerlikon Balzers, weltweit führender Anbieter von Beschichtungen im Bereich Präzisionsbauteile sowie Werkzeuge für die Metall- und Kunststoffverarbeitung, ins Spiel, der Baliq Tisinos empfiehlt. „Die Schicht hat mit ihren Werten schon auf dem Papier überzeugt und in der Praxis sofort funktioniert. Gefallen hat uns vor allem, dass keine Werkzeugnachbehandlung nötig ist und sich somit die Prozesskette verkürzt“, so Tobias Mack.

Die AlTiSiN-basierte Hochleistungsschicht, eine der sehr glatten, defektfreien Baliq-Schichten aus der S3p-Technologiegeneration, ist ausgelegt auf die Bearbeitung hochwarmfester Materialien und der Hartbearbeitung bis 70 HRC. Sie stabilisiert in der Dentaltechnik die Kobalt-Chrom-Zerspanung, denn sie schützt das Substrat vor hohen Temperaturen und wirkt gegen adhäsiven Verschleiß. „Mit Baliq Tisinos können wir unsere Schlichtwerkzeuge bis zu 30 Prozent länger einsetzen. Bei höchster Genauigkeit“, resümiert Alexander Mack.