Maschinenbau

AMB 2018: So begegnet Fill der Elektromobilität

Getrieben vom Trend der Elektromobilität hat Fill zwei neue Maschinenmodelle entwickelt, die in der Lage sind die geänderten Maße und Anforderungen von Automobil-Strukturbauteilen zu erfüllen.

Fill E-Mobilität Maschinenbau

Elektromobilität verlangt nach neuen Maschinenkonzepten: Reagiert auf die geänderten Bauteilabmessungen und die Anforderungen bei Leichtbaumaterialien mit zwei neuen Maschinenmodellen, Wolfgang Rathner, technischer Geschäftsführer bei Fill.

Mit Argusaugen hat man den Trend Elektromobilität in Gurten beobachtet. „Um schnell auf diesen Zug aufspringen zu können“, so Wolfgang Rathner. Das Verlangen der Automobilhersteller nach Bearbeitungsmaschinen, die Bauteile für unterschiedlichste Antriebsvarianten bewältigen, spürte der technische Geschäftsführer bei Fill schon sehr früh.

Geänderten Bauteilabmessungen

Mag das Thema Elektromobilität auch politischen Stimmungsschwankungen unterliegen, wächst dennoch der Druck auf die gesamte Zulieferindustrie. „Sie ist im Zugzwang“, so Rathner. Denn für ihre elektrischen Varianten entwickeln Automobilhersteller spezielle Rahmenstrukturbauteile wie Längs-, Quer-, Motor- und Gehängeträger sowie Längsträger oder Batteriewannen. Dafür fordern sie Maschinen, die diese wirtschaftlich und effizient bearbeiten können. Eine echte Herausforderung für Maschinenbauer, denn weder die geänderten Bauteilabmessungen noch die Anforderungen bei Leichtbaumaterialien sind leicht zu beherrschen. Eine Aufgabe, der man bei Fill mit den beiden Maschinenmodellen „syncromill h“ und „syncromill u“ begegnet ist. 

Die Vorbestellungen prosperieren

Dass Rathner und sein Team vor vier Jahren damit den richtigen „markttechnischen Riecher“ hatten, spiegelt sich heute in den vollen Auftragsbüchern der Oberösterreicher wider. Zweistellig ist die Stückzahl der beiden neuen syncromill-Maschinen, die auf ihre Fertigung warten. Die meisten werden noch heuer die Gurtner Fertigungshallen verlassen und ihren Einsatz bei großen Automobilzulieferern in Deutschland und Österreich finden. „Dabei wurden sie von Fill erst 2016 für den Verkauf freigegeben und ihre eigentliche Premiere feiern sie auf der Messe AMB in Stuttgart“, so Rathner. (Fill finden Sie in Halle 10, Stand D51)

Fill, synchromill © Fill

syncromill u: Bearbeitungszentrum für große, flache Bauteile

syncromill u

  • Was: Bearbeitungszentrum für große, flache Bauteile
  • Damit bearbeitet werden: Fahrzeugbodengruppen (Batteriemodule) aus Profil-Schweiß-Konstruktion oder Druckguss
  • Besonders weil: Zwei unabhängige 3-Achs Bearbeitungsaggregate mit je einer horizontalen Bearbeitungsspindel erledigen gleichzeitig und unabhängig voneinander, verschiedene Bearbeitungsaufgaben an ein und demselben auf einer Drehachse aufgespannten Werkstück. Somit werden Bearbeitungszeiten bei gleicher Aufstellfläche deutlich reduziert.
  • Auch interessant: Für beide Bearbeitungsaggregate ist ein separates Werkzeugmagazinen aufgebaut. Für eine Erweiterung des Arbeitsraumes kann optional das Werkstück auf einer zum Dreiachsaggregat horizontalen Achse verfahren werden. Die Be-und Entladung kann manuell als auch automatisch erfolgen.
Fill, synchromill © Fill

syncromill h: Bearbeitungszentrum für lange, schmale Bauteile

syncromill h

  • Was: Bearbeitungszentrum für lange, schmale Bauteile
  • Damit bearbeitet werden: Profile für Batteriewannen, aber auch Rahmenstrukturbauteile aus Druckguss, z.B. Längsträger
  • Besonders weil: Es ist möglich, gleichzeitig zwei Bauteile mittels einer vertikalen Spindel zu bearbeiten. Hierdurch ergibt sich bei gleicher Aufstellfläche zu aktuell einspindeligen Systemen ein erheblicher Produktivitätsvorteil.
  • Auch interessant: Die Maschine kann um eine vierte Achse am Bearbeitungsaggregat erweitert werden, sowie um eine fünfte Achse zur Rotation der Werkstücke. Damit können auch sehr komplexe Bauteil-Geometrien bearbeitet werden.

Verwandte tecfindr-Einträge