EU

Millionen-Beihilfe für Mikroelektronik-Projekt

Die EU-Kommission hat Beihilfen in Höhe von 146,5 Millionen Euro für den Bereich Mikroelektronik genehmigt. Davon profitieren auch Infineon Austria, AT&S Austria und NXP Semiconductors Austria.

Die EU fördert den Bereich Mikroelektronik.

Die EU-Kommission hat staatliche Beihilfenmaßnahmen Österreichs in Höhe von 146,5 Millionen Euro für Unternehmen, die sich einem gemeinsamen Forschungs- und Innovationsvorhaben im Bereich Mikroelektronik anschließen, genehmigt. Mit der Unterstützung sollen zusätzliche private Investitionen von 530 Millionen Euro, also mehr als das Dreieinhalbfache des öffentlichen Beitrags, mobilisiert werden, hieß es in einer Mitteilung der EU-Behörde am Dienstag.

Konkret meldete Österreich im Dezember 2020 seine geplante Beteiligung an dem sogenannten Mikroelektronik-IPCEI (Important Project of Common European Interest) durch die Bereitstellung einer öffentlichen Unterstützung von insgesamt 146,5 Millionen Euro für drei Unternehmen - Infineon Austria, AT&S Austria und NXP Semiconductors Austria - bei der Kommission zur Genehmigung an. Das IPCEI soll strategisch bedeutende Schlüsseltechnologien in der EU im weltweiten Wettbewerb stärken.

Österreichische Forschungsstärke

Laut Top-500-Ranking des Wirtschaftsmagazins trend war Infineon Austria 2019 das forschungsstärkste Industrieunternehmen Österreichs. Im Geschäftsjahr 2020 wurden 498 Millionen Euro, das sind rund 16 Prozent des Gesamtumsatzes, für Forschung & Entwicklung aufgewendet. 1.960 Expertinnen und Experten arbeiten in den Entwicklungszentren in Villach, Graz und Linz an neuen Lösungen, Technologien und Innovationen. Infineon Austria beschäftigt damit ein Viertel der F&E-Belegschaft des gesamten Konzerns.

White Paper zum Thema

Sicherheit, Energieeffizienz und Integration von Verpackungstechnik

„Diese Unternehmen sollen durch zusätzliche Forschung und Innovation im Bereich Mikroelektronik zu den Zielen des bestehenden IPCEI beitragen“, hieß es in der EU-Mitteilung weiter. Sie werden sich „vor allem auf Sicherheit, Energieeffizienz und Integration von Verpackungstechnik für Mikroelektronik konzentrieren“.

Auch Infrastrukturministerin Leonore Gewessler befürwortet das Projekt: „Mikroelektronik findet sich in fast allen Gegenständen, die wir tagtäglich brauchen. Innovative Konzepte und Technologien brauchen wir im Kampf gegen die Klimakrise und sie sind damit von zentraler Bedeutung für den europäischen Technologie- und Wirtschaftsstandort.“ (apa/red)