Das große Anlagenbau-Ranking 2018

FACTORY unterzieht die Königsdisziplin einem Umsatz- und Mitarbeiter-Check. Wer ist Umsatzgewinner, wer -verlierer? Wer ist Top am Arbeitsmarkt – wer Flop? PLUS: „Who ist the Boss?“ Wer sind die Geschäftsführer hinter den Top 50.

Maßstab für die Rangreihung der 50 größten Anlagenbauer im Lande ist der Umsatz des Geschäftsjahres 2017. Mit den Umsatzzahlen zurückgehend bis ins Jahr 2015 lässt sich die Geschäftsentwicklung – und die Vorjahresplatzierung – nachvollziehen. Neben dem Umsatz (U) enthält die Tabelle auch Angaben zum Mitarbeiterstand (MA) der letzten drei Jahre.

Enge Definition.

Ziel war es von vornherein, den Lesernutzen zu steigern. Es wurde versucht eine klare Trennung zwischen Anlagenbau und Maschinenbau zu ziehen. Im Top-50-Anlagenbau scheinen somit nur klassische Anlagenbauer auf. Österreichs Maschinenbau-Elite erhält ihre Bühne immer in der Juli/August-Ausgabe von FACTORY.

Eigenauskünfte.

Unsere erste Quelle waren die Unternehmen selbst. Die in standardisierten Fragebögen ihre Daten eingetragen haben. In den Fällen, in denen die Firmen weniger auskunftsfreudig waren, fanden wir Unterstützung beim Kreditschutzverband KSV1870.

Insolvenzen und Ausscheidungen.

Dass das Anlagenbaugeschäft ein sehr volatiler Markt ist, ist bekannt. Deswegen kann es gerade hier zu enormen Umsatzsprüngen kommen. Wie z.B. bei Primetals Technologies Austria (Platz 4) oder bei TMS Turnkey Manufacturing Solutions (Platz 10). Aufgrund von Insolvenzverfahren schieden KUAG Kunststoff-Maschinen und Anlagenbau, Hitzinger, RH-Tech aus. EuroTech Anlagenbau meldete heuer Insolvenz an, ist also wegen der Reihung laut Umsatz 2017 noch im Ranking vertreten. Die Zistersdorfer Dürr Anlagenbau wurde geschlossen, ebenso ist Schloetter nicht mehr operativ tätig. Grund zur Freude ist, dass der Sanierungsplan der insolventen SFL Technologies (Platz 32) zu greifen scheint. Gleichsam hat sich der Linzer Anlagenbauer Ingenia (Platz 45) wieder gefangen. Auch die aus der insolventen Kresta Anlagenbau (2016) entstandene Kärntner K industries (Platz 38) kämpft sich solide zurück.