Das große Anlagenbau-Ranking 2019

FACTORY unterzieht die Königsdisziplin einem Umsatz- und Mitarbeiter-Check. Wer ist Umsatzgewinner, wer -verlierer? Wer ist Top am Arbeitsmarkt – wer Flop? PLUS: „Who ist the Boss?“ Wer sind die Geschäftsführer hinter den Top 50.

Maßstab für die Rangreihung der 50 größten Anlagenbauer im Lande ist der Umsatz des Geschäftsjahres 2018. Mit den Umsatzzahlen zurückgehend bis ins Jahr 2016 lässt sich die Geschäftsentwicklung – und die Vorjahresplatzierung – nachvollziehen. Neben dem Umsatz (U) enthält die Tabelle auch Angaben zum Mitarbeiterstand (MA) der letzten zwei Jahre.

Enge Definition

Ziel war es von vornherein, den Lesernutzen zu steigern. Es wurde versucht eine klare Trennung zwischen Anlagenbau und Maschinenbau zu ziehen. Im Top-50-Anlagenbau scheinen somit nur klassische Anlagenbauer auf. Österreichs Maschinenbau-Elite erhält ihre Bühne immer in der Juli/August-Ausgabe von FACTORY.

Eigenauskünfte

Unsere erste Quelle waren die Unternehmen selbst. Die in standardisierten Fragebögen ihre Daten eingetragen haben. In den Fällen, in denen die Firmen weniger auskunftsfreudig waren, fanden wir Unterstützung beim Kreditschutzverband KSV1870.

Insolvenzen und Ausscheidungen

Dass das Anlagenbaugeschäft ein sehr volatiler Markt ist, ist bekannt. Deswegen kann es gerade hier zu enormen Umsatzsprüngen kommen. Wie z.B. bei Geroldinger (Platz 42). Auch SFL Engineering (Platz 60) machte einen Umsatzsprung, hier scheinen die Sanierungsmaßnahmen nach der Insolvenz zu greifen. Zu den Umsatzgewinnern gehören auch Primetals Technologies Austria (Platz 5), Bilfinger VAM Anlagentechnik (Platz 11) und Ingenia (Platz 40).

Ein starkes Minus zeichnet sich bei TMS Turnkey Manufacturing Solutions (Platz 17), Christof Holding (Platz 21) und Pewag Engineering (Platz 48) ab. Ebner Industrieofenbau (Platz 16) und Lenzing Technik (Platz 32) fallen im Ranking ebenfalls zurück und verzeichnen einen Umsatzrückgang. Wie im Vorjahr führt die Andritz AG das Ranking an, wenn auch nur mit einem leichten Umsatzzuwachs. Die Knapp AG überholte dieses Jahr Doppelmayr Seilbahnen und schafft es auf den zweiten Platz.