Oberösterreich

Wird jemand Steyr Motors kaufen?

Morgen soll entschieden werden, wie es mit dem insolventen Motorenproduzenten Steyr Motors weitergeht. Das Industrieunternehmen ist im Vorjahr in die Insolvenz geschlittert und steckt seither in der Krise. Gerüchte über einen Kauf machen die Runde.

Steyr Motors Insolvenz Zulieferindustrie Produktion

Morgen soll die Entscheidung fallen, wer den kriselnden Motorenproduzenten Steyr Motors kaufen will. Laut ORF Niederösterreich seien Gerüchten zufolge auch namhafte oberösterreichische Investoren daran interessiert Steyr Motors zu retten und fortzuführen. Ein Ende des Unternehmens für Spezialmotoren wäre zumindest für Steyr eine mittlere Katastrophe, heißt es vom Bürgermeister der Stadt. 150 Arbeitsplätze stehen am Spiel.

8,3 Millionen Euro in der Überschuldung

Seit Monaten steckt der Motorenbauer in der Krise. Dabei kaufte 2012 der Hongkong-chinesische Finanzinvestor Phoenix Tree HSC Investment (Wuhan) den Spezialmotorenbauer. Eine kräftige Finanzspritze, hieß es. 

Chinesen übernahmen 

Damals bekannten sich die Chinesen zu einer fünfjährigen Standortgarantie. Der damalige Geschäftsführer Rudolf Mandorfer behauptete öffentlich, dass er und sein komplettes Managementteam dem Unternehmen erhalten bleiben würden. Mandorfer ging 2015 in den Ruhestand. Ihm folgte der damalige CTO Michael Aschaber, der im Juni überraschenderweise seinen Hut nehmen musste. Wohl nicht zu spät, denn schon im November schlitterte der Motorenbauer mit 8,3 Millionen Euro Überschuldung in die Insolvenz. Seitdem läuft das Unternehmen, das aus der Steyr-Daimler-Puch AG hervorging, zwar noch weiter, aber die Zukunft bleibt unklar. Zumindest bis morgen. Nun ist der Masseverwalter, ein Rechtsanwalt aus Steyr, am Zug. 

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