Lasermaschinen

Wie Trotec seine Profitabilität mittels SAP steigert

Wartungsarbeiten und Störungen vorauszusehen, um so ungeplante Produktionsunterbrechungen auszuschalten. Das ist das Ziel einer Entwicklungszusammenarbeit zwischen dem SAP-Spezialisten Informatics und dem Lasermaschinen-Hersteller Trotec.

Instandhaltung Trotec SAP Informatics Maschinenbau

Unternehmenskoalition für mehr Wirtschaftlichkeit: (vlnr.) Ronald Bösendorfer, ABF - Industrielle Automation GmbH mit Otto Kitzmüller, Informatics Holding GmbH und Alexander, Jauker, Trotec Laser GmbH.

Das permanente Monitoring von Sensordaten ermöglicht die Früherkennung von Störungen und außerplanmäßigen Wartungsarbeiten. Warn-Meldungen an den Produktionsleiter und die Lieferung von Ersatzteilen werden dann automatisch ausgelöst.

„Unvorhergesehenes ist der Feind effizienter Produktion“, erklärt Informatics-Geschäftsführer Otto Kitzmüller. „Deshalb ist eine permanente Verfügbarkeit von Anlagen die Vision unserer Entwicklungszusammenarbeit mit Trotec.“ Das erste Etappenziel, an dem aktuell gearbeitet wird, ist die Früherkennung typischer Störungssymptome wie beispielsweise der erhöhte Verschleiß oder die Verstopfung des Staub- und Gasfilters, sowie extreme Temperaturabweichungen. In beiden Fällen liefern Sensoren in der Absauganlage in Echtzeit die nötigen Daten. „Überschreiten die Temperatur- und Filterdaten die definierten Grenzwerte, werden automatisch die notwendigen Schritte zur Störungsprävention oder Fehlerbehebung eingeleitet“, konkretisiert Kitzmüller. Gerade bei Trotec-Lasergeräten, die etwa fix in Produktionsketten bei Maschinenbau-Unternehmen integriert sind, um Einzelkomponenten zu beschriften, erhöht diese Überwachung die Produktionssicherheit enorm.

Rasche Kommunikation spart Geld

Die Effizienz dieser Maschinen-Überwachung wird am SAP Forum in Echtzeit demonstriert. Dafür stellen Informatics und Trotec die Lasermaschine Speedy 360 mit Atmos Duo Absaugung aus. Dort senden die Temperatur- oder Filtersensoren in Realtime ihre Daten in das SAP Modul MII (Manufacturing Intelligence and Integration). Dieses erkennt mittels Prüflogik Überschreitungen der Grenzwerte. Im Falle von Verstopfungen des Filters oder Temperaturabweichungen reagiert das Plant Maintenance-Tool (PM) automatisch: Es wird ein Instandhaltungsauftrag angelegt und der Wartungsverantwortliche erhält gleichzeitig per Mail und SAP-App Fiori eine Information. Zudem wird – ebenso automatisch – die Bestellung eines kurzfristig benötigten Ersatzteils ausgelöst. Damit werden Stillstandszeiten minimiert und die Produktivität erhöht.

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Komfort sorgt für Sicherheit

„Unser Ziel ist es, ein hochkomplexes Screening-, Überwachungs- und Alarmierungssystem möglichst anwenderfreundlich zu gestalten“, erklärt Otto Kitzmüller. Herausgekommen ist dabei eine Lösung in SAP, die Komfort für den Anwender mit höchster Sicherheit für den Produktionsprozess verbindet. „Die Kommunikation zwischen den Produktionsverantwortlichen und der Maschine erfolgt via SMS, Produktionsdashboard, Mail oder App. Das stellt sicher, dass die rasche Früherkennung in eine extrem hohe Reaktionszeit mündet“, betont Kitzmüller.

Vorgestellt wird dieses Echtzeitservice zum ersten Mal am 03. + 04. Mai 2017 beim SAP-Forum im Linzer Design Center.

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