Strategieperiode

Wie Miba die 750 Millionen Umsatz-Marke knackte

Die oberösterreichische Technologiegruppe verzeichnet einen Rekordumsatz von 752 Millionen Euro. Nicht nur in die Elektrifizierung setzt Miba große Hoffnungen auch die Digitalisierung soll das Unternehmen kräftig vorantreiben.

Miba Zulieferindustrie Märkte Unternehmen

Nicht nur Gleitlager und Reibbeläge: 90 Jahre nach ihrer Gründung ist die Miba zu einem der weltweit wichtigsten Anbieter bei der Entwicklung und Produktion von hocheffizienten Komponenten für mehr Energieeffizienz, mehr Umweltfreundlichkeit, mehr Präzision und höhere Leistung geworden.

Mit einem Jahresumsatz von 752 Millionen Euro hat die oberösterreichische Miba Gruppe im Geschäftsjahr 2016/17 ihr Strategieziel „Miba 2015“ erreichen können. Dabei setzt sich Miba Vorstandsvorsitzender F. Peter Mitterbauer große Ziele: „Mit der Strategie ‚Miba 2020 – Dynamic Evolution‘ arbeiten wir bis 2020 auf einen Gruppenumsatz von einer Milliarde Euro hin.“ 

Unterschiedliche Marktbefindlichkeiten

Die Miba Gruppe ist im abgeschlossenen Geschäftsjahr vor allem im Automotive-Segment gewachsen – und das sogar deutlich stärker, als die weltweiten Zuwächse in der PKW-Produktion waren. Grund dafür ist, dass Hersteller bisher verwendete Komponenten durch pulvermetallurgische Technologien der Miba ersetzen. Ein differenziertes Bild zeigte sich am weltweiten LKW-Markt, der sich im Jahr 2016 regional sehr unterschiedlich entwickelte. In der EU setzte sich die positive Entwicklung am Markt für Schwer-LKW fort, starke Zuwächse gab es in China. In Nordamerika dagegen gingen die Verkaufszahlen zurück. Die weltweiten Märkte für landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge, Bau- und Bergbaumaschinen scheinen sich nach Jahren des Abschwungs 2016 geringfügig erholt zu haben, sie bewegten sich zumindest auf stabilem Niveau. In der Leistungselektronik war zwar die zurückhaltende Entwicklung im Industriebereich spürbar, jedoch konnte die Miba die Chancen aus dem Wachstum der Elektromobilität, der Windkraft und der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HVDC) nutzen.

Investitionsprogramm für die Zukunft der Miba

Im Geschäftsjahr 2016/17 hat die Miba Gruppe wieder mehr als 100 Millionen Euro investiert, davon 67,3 Millionen Euro in Sachanlagen und 35,2 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung. Die schon traditionell hohe Forschungsquote stieg auf 4,7 Prozent vom Umsatz.

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Mitterbauer © Miba AG

Will mit seiner Vision 2020 die eine Milliarde Umsatzmarke knacken, F. Peter Mitterbauer, Vorstandsvorsitzender der Miba Technologiegruppe. 

Verantwortung für die Mitarbeiter tragen

„Das Know-how, der Einsatz und der Ideenreichtum unserer Mitarbeiter sind die Basis für unsere Erfolge“, meint F. Peter Mitterbauer: „Unternehmer sein heißt, für die Menschen die das Unternehmen ausmachen Verantwortung zu tragen.“ Die Miba bietet ihren Mitarbeitern daher ein modernes und familienfreundliches Arbeitsumfeld, eine betriebseigene Krabbelstube und Ferienbetreuungsangebote für Kindergarten- und Schulkinder. Das Gesundheitsprogramm „Mimi“ schafft Bewusstsein zur Gesundheitsförderung im Beruf und organisiert Beratungen und Schulungen. Die Miba bietet zudem ein umfangreiches Aus- und Weiterbildungsprogramm für ihre Mitarbeiter an. Es werden nicht nur 239 Lehrlinge ausgebildet, auch die Weiterqualifizierung ist dem Unternehmen ein wichtiges Anliegen. Im heurigen Jahr werden die ersten Mitarbeiter ihre Lehre im zweiten Bildungsweg zum Metallbearbeiter abschließen. 

“Technologies for a Cleaner Planet” als Unternehmensmission 

90 Jahre nach ihrer Gründung im Jahr 1927 ist die Miba zu einem der weltweit wichtigsten Anbieter bei der Entwicklung und Produktion von hocheffizienten Komponenten für mehr Energieeffizienz, mehr Umweltfreundlichkeit, mehr Präzision und höhere Leistung geworden. „Wir haben eine klare Unternehmensvision“, schildert Mitterbauer: „Wir arbeiten jeden Tag daran, mit Miba Technologien unsere Welt ein wenig sauberer zu machen. Egal welche Art von Antriebstechnologie, wir leisten unseren Beitrag zur Reduktion von CO2-Ausstoss, zur Effizienzsteigerung von bestehenden Antriebskonzepten sowie zu Innovationen rund um neue, alternative Mobilitätskonzepte und Energiequellen.“ Die Miba arbeitet daher einerseits intensiv an der weiteren Optimierung konventioneller Antriebstechnologien. Sie haben auch künftig noch viel Entwicklungspotenzial bei Effizienz, Sauberkeit und Geräuschreduktion. Daneben beschäftigt sich die Miba seit einigen Jahren mit neuen Antriebsformen wie der Hybrid-Technologie und dem reinen Elektroantrieb. „Wir haben ein zentrales „E-Mobility Innovation Lab“ eingerichtet und entwickeln zudem in den einzelnen Divisionen Lösungen für Hybrid- sowie für reine Elektro-Antriebstechnologien“, erläutert Mitterbauer. 

Miba nutzt Chancen der Digitalisierung

Auch in der Digitalisierung sieht die Miba große Wachstumschancen. „Wir verstehen Digitalisierung nicht ausschließlich als Optimierung von Produktionsprozessen“, meint Mitterbauer. Vielmehr arbeitet die Miba auch an digitalen Mehrwerten für ihre Produkte und Kundenbeziehungen, etwa bei der Entwicklung von intelligenten Komponenten oder digitalen Tools, die weltweit Know-how aus der Entwicklung und Produktion vernetzten und so einen echten Kundennutzen schaffen.