Geschäftsergebnis

Wie Knapp erneut seinen Umsatz steigern konnte

Der steirische Logistiker und Automationstechniker Knapp hat im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2016/17 den Umsatz und Gewinn gesteigert. Lokale Präsenz und Schwarmintelligenz seien dabei zwei seiner Geheimwaffen.

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Steirischer Logistiker Knapp steigerte Gewinn und Umsatz: Betriebsergebnis von 30,52 auf 34,82 Mio. Euro gesteigert. Im Bild: Das Vorstandsteam der KNAPP AG (v.l.n.r.): CFO Christian Grabner, COO Franz Mathi und CEO Gerald Hofer

Der steirische Logistiker und Automationstechniker Knapp AG mit Sitz in Hart/Graz hat im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2016/17 Umsatz und Gewinn gesteigert, hieß es am Dienstag in einer Pressekonferenz. Der Auftragseingang sei bei rund 700 Mio. Euro auf dem Höchststand, so CEO Gerald Hofer, und man habe im letzten Jahr in Österreich und weltweit rund 300 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt.

Der Umsatz wuchs um 8,6 Prozent von 581,96 auf 631,88 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) wurde um 14,1 Prozent von rund 30,52 auf rund 34,82 Mio. Euro gesteigert. Mit diesem Bilanzergebnis und dem Auftragseingang von über 700 Mio. Euro seien die Ziele in Bezug auf Umsatz und Ergebnis übertroffen worden. Die Exportquote ist mit 98 Prozent unverändert hoch.

Lokale Präsenz gestärkt 

Laut Hofer hat man die lokale Präsenz in vielen Regionen stärken können: "Im letzten Wirtschaftsjahr haben wir global und in der Zentrale in Hart bei Graz sowie an den drei weiteren steirischen Standorten Dobl, Grambach und Leoben rund 300 Mitarbeiter eingestellt", so Finanzvorstand Christian Grabner. Aktuell beschäftigt die Knapp-Gruppe weltweit über 3.350 Mitarbeiter aus 40 Nationen. Vorstand Franz Mathi zufolge werden jährlich rund 6 Prozent der Erlöse in Forschung und Entwicklung investiert, zuletzt 33,2 Mio. Euro (2015/16: 31,81 Mio. Euro).

White Paper zum Thema

Knapps Fokus auf Schwarmintelligenz

Zu den Kunden in Österreich zählen Unternehmen wie Spar, Pankl, Würth, Egger oder Engel Austria. Beispiel für die Produktpalette des Intralogistikers sind u.a. Kommissionierroboter oder auch sogenannte Open Shuttles. Die autonom navigierenden Transportfahrzeuge arbeiten mit Schwarmintelligenz. Moderne Bildverarbeitungs- und Bilderkennungstechnologie wird von Knapp zur Qualitätsprüfung in der Industrie oder für die Serialisierung im pharmazeutischen Großhandel eingesetzt.

Die Knapp-Niederlassung in Großbritannien hat ein neues Gebäude bezogen, auch in den USA wird 2018 ein neues Headquarter zur Verfügung stehen. In Deutschland werden die Produktionskapazitäten im Bereich Sortertechnologie erweitert und am steirischen Standort Dobl entsteht ein Campus mit neuen Büro- und Produktionsflächen für rund 150 Arbeitsplätze. Aber auch im Headquarter in Hart bei Graz wird investiert: Ein modernes, sechsgeschossiges Bürogebäude für 450 Mitarbeiter ist in Planung. (APA)

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