Anwenderbericht

Wie Hennlich die Standzeiten bei Papiermaschinen verlängerte

Hennlich sorgte dafür, dass in Laakirchen Papiermaschinen mit Maier-Drehdurchführungen laufen. Eine Lösung die dem Papierproduzenten zu längeren Standzeiten und weniger Ausfällen verhalf.

Die PM 11 zählt zu den effizientesten Papiermaschinen Europas und liefert einen Jahres-Output von 350.000 Tonnen. Dies entspricht dem Volumen von 625 Airbus A380 – oder 58.000 ausgewachsenen Elefanten. Das Papier läuft mit 1.800 Metern pro Minute durch die Anlage.

Bis zur automatisierten Herstellung von Papier, wie wir sie heute kennen, war es ein langer Weg. Stand am Anfang vor mehr als 2.000 Jahren im alten China noch mühevolle Handarbeit, so sorgen heute gigantische, hochmoderne Großanlagen für Papierqualität. Die Laakirchen Papier AG gehört zur Heinzel Group, die zu den größten Herstellern von Marktzellstoff, Wellpappenrohpapier und Magazinpapier in Mittel- und Osteuropa zählt. Laakirchen Papier mit Sitz im oberösterreichischen Laakirchen hat sich auf die Produktion und Weiterentwicklung von superkalandrierten, ungestrichenen Papieren (SC-Papier) sowie leichtgewichtigen Wellpappenrohpapieren für den europäischen Markt spezialisiert. SC-Papiere sind ungestrichene, holzhaltige Papiere, die vor allem bei hochwertigen Magazinen Verwendung finden. Um perfekte Oberflächeneigenschaften zu erhalten, werden Papierbahnen über mit Wärmeträgeröl beheizte Walzen gelenkt – den sogenannten Kalandern. Diese Walzen drehen sich mit circa 800 Umdrehungen pro Minute. Eine gleichmäßige Beheizung bei Rotation erfordert den Einsatz von Drehdurchführungen. Diese müssen hohen thermischen und mechanischen Belastungen standhalten. Als die ursprünglichen verbauten Drehdurchführungen am Ende ihrer Lebensdauer angekommen waren, fiel die Wahl auf einen neuen Anbieter nicht schwer.

Alles dreht sich um die Lösung

Roland Stadlhuber bringt es auf den Punkt: „Ausfälle aufgrund von Wartungen und Stehzeiten führen zu hohen Kosten“. Dem Leiter der mechanischen Instandhaltung bei Laakirchen Papier waren die alten Drehdurchführungen ein Dorn im Auge. Am Ende ihrer Lebensdauer angekommen, forderten die Bauteile eine Wartung alle 5.000 Stunden. In einer bis auf die letzte Millisekunde getakteten Produktion, wie der der Papierindustrie ein mühsamer Störfaktor. „Für uns war damit eine dauerhafte und sichere Lösung unabdingbar“, so Stadlhuber.

Drehdurchführung © Laakrichner Papier AG / Hennlich

Maier-Drehdurchführung der Baureihe DQ: Diese Drehdurchführung eignet sich als eine der wenigen für Anwendungen bis zu 400 Grad Celsius.

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Bei Temperaturen von 250 Grad Celsius in Kombination mit schnellen Umdrehungen und acht Bar Betriebsdruck trennt sich bei möglichen Anbietern rasch die Spreu vom Weizen. Dass die Entscheidung ausgerechnet auf Maier-Drehdurchführungen der Baureihe DQ fiel, haben die Papierproduzenten dem Fachwissen des Industrieausstatters Hennlich zu verdanken. Hennlich ist mittlerweile in 18 Ländern mit 20 Niederlassungen tätig und beschäftigt über 670 Mitarbeitern, bewahrt sich aber die Philosophie eines familiengeführten Unternehmens. Mit Erfolg. Nähe zum Kunden, Partnerschaft auf Augenhöhe lautet das Prinzip.

Papier bis zum Mond und zurück

Zurück zu den Drehdurchführungen: Im Fall der Laakirchner Papierfabrik kamen also nur Maier-Drehdurchführungen in Frage. Sie eignen sich für Anwendungen bis 400 Grad Celsius und sind somit ideal für die Anforderungen des eingesetzten Voith Janus-Kalander der PM11. Kleine Info am Rande: Die PM 11 zählt zu den effizientesten Papiermaschinen Europas und liefert einen Jahres-Output von 350.000 Tonnen. Dies entspricht dem Volumen von 625 Airbus A380 – oder 58.000 ausgewachsenen Elefanten. Das Papier läuft mit 1.800 Metern pro Minute durch die Anlage. So entsteht pro Jahr eine Papierbahn, die der Strecke einmal zum Mond und zurück entspricht. Der doppelköpfige Gott Janus ist der Namensgeber des Janus-Kalanders. Speziell das „Beidseitige“ findet sich deshalb im Namen des Janus-Kalanders wieder. Graphische Papiere verlangen auf beiden Seiten die gleiche Qualität und der Kalander setzt dies optimal mit einem Wechselspalt um.

Auch interessant: Die berechnete Standzeit ohne Wartung gab Hennlich damals mit 15.000 Stunden an. Den Laakirchnern waren eine besonders langfristige Produktions-Sicherheit und kurze Stehzeiten wichtig. Dass die Drehdurchführungen zwei Jahre ohne jegliche Wartung liefen, hat uns positiv überrascht“, gibt sich Thomas Spitzer, mechanischer Instandhalter in Laakirchen, zufrieden.

Laakrichner, Papier © Laakrichner Papier AG / Hennlich

Expertenwissen in der Kundenberatung: Andreas Hochhold, Außendienstmitarbeiter bei Hennlich neben dem Janus-Kalander mit den Maier-Drehdurchführungen.

Über Hennlich: Der Technikspezialist Hennlich ist ein seit 1922 bestehendes Familienunternehmen. Das Erfolgsrezept von Hennlich liegt im Vertrieb von beratungsintensiven, technischen Markenprodukten international renommierter Hersteller. Die Eigenproduktion von Sonder- und Standardlösungen und Montage runden das Angebot ab. Hennlich ist auf nachhaltigen Erfolg ausgerichtet und hat sich langfristige Partnerschaften mit Kunden, Lieferpartnern und Mitarbeitern zum Ziel gesetzt. www.hennlich.com

Über Laakirchen Papier AG: Die Papierfabrik Laakirchen gehört zur Heinzel Gruppe und entwickelte sich in rund 150 Jahren vom Papiermacher an der Traun zu einem der führenden europäischen Hersteller von grafischen Papieren und zu einem bedeutenden Arbeitgeber in der Region. Jedes Jahr bewegen die Papierfabrik 300.000 Rollen Papier, das entspricht 18.000 LKW und 3.400 Güterwagen. www.laakirchen.heinzelpaper.com

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