Insolvenz

Weststeirischer Mechatroniker AME insolvent

Das Mechatronikunternehmen AME GmbH im weststeirischen Deutschlandsberg hat am Dienstag am Landesgericht Graz Insolvenz angemeldet. Betroffen sind 128 Gläubiger und 15 Dienstnehmer. Eine Fortführung wird beabsichtigt.

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AME GmbH ist insolvent: Die Überschuldung beträgt rund 3 Mio. Euro. Die Insolvenzursache soll mit zwei Projekten in Ungarn und Kroatien zusammenhängen.

Das Mechatronikunternehmen AME GmbH im weststeirischen Deutschlandsberg hat am Dienstag am Landesgericht Graz Insolvenz angemeldet. Betroffen sind 128 Gläubiger und 15 Dienstnehmer. Eine Fortführung wird beabsichtigt, wie der Kreditschützer AKV am Dienstag mitteilte. Die Überschuldung beträgt rund 3 Mio. Euro. Die Insolvenzursache soll mit zwei Projekten in Ungarn und Kroatien zusammenhängen.

Insolvenz wird auf zwei Großprojekten in Kroatien und Ungarn zurückgeführt

Die AME stellt Maschinen und Ausrüstungen für die Herstellung von Betonhohlblocksteinen, Vollblöcken, Pflastersteinen und Bordsteinsteinen her. Die Firma ist international, insbesondere auch im vorderasiatischen Raum tätig. In den vergangenen Jahren war die Betriebsleitung ständig gesteigert worden, positive Erträge konnten jedoch den Angaben des AKV zufolge nicht erzielt werden. Aufgrund der Auftragsstände ging man jedoch von einer positiven Entwicklung aus. Die Insolvenz wird auf zwei Großprojekten in Kroatien und Ungarn mit einem Projektvolumen von rund 2,9 Mio. Euro zurückgeführt. Nach Ansicht von AME seien seitens der Kunden ungerechtfertigterweise Kaufpreisraten von zumindest 0,4 Mio. Euro zurückbehalten worden. Dadurch habe das Unternehmen seinen laufenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen können.

Fortführung wird angestrebt 

Die Verbindlichkeiten betragen rund 4,34 Mio. Euro, welche sich aber im Falle einer Schließung aufgrund der damit einhergehenden Kosten und von Schadenersatzansprüchen der Auftraggeber auf rund 7,37 Mio. Euro erhöhen könnten. Die Aktiva werden mit rund 1,2 Mio. Euro angegeben, wobei diese u.a. offene Forderungen betreffen.

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Angestrebt wird die Fortführung auch unter der Prämisse, dass derzeit sechs laufende Aufträge in unterschiedlichem Projektfortschritt bestünden. Der vorliegende und noch zu prüfende Finanzplan weise für die kommenden Monate positive Ergebnisse aus. Mit der Gläubigerschaft soll ein Sanierungsplan abgeschlossen werden. Derzeit liege nur das Mindestangebot von 20 Prozent zahlbar innerhalb von zwei Jahren vor, wie der AKV mitteilte. (APA)

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