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Wer zum neuen Industriellenvereinigungs-Präsidenten gewählt wurde

Wer sich bei der Kampfabstimmung um den IV-Spitzenposten schlussendlich von den drei Kandidaten durchgesetzt hat und zum Nachfolger Kapschs wird, lesen Sie hier.

Industriellenvereinigung Kapsch Knill Gruppe IV-Wahl

Nach acht Jahren an der Spitze der Industriellenvereinigung ist heute ein neuer Präsident gewählt worden. Wer ist der Nachfolger von Kapsch?

Der steirische Unternehmenseigentümer Georg Knill ist am Donnerstag zum neuen Präsidenten der Industriellenvereinigung (IV) gewählt worden. Das gab die IV auf Twitter bekannt. Der 47-Jährige Manager der Knill-Gruppe hat sich gegen die beiden weiteren Kandidaten, IV-Vorarlberg-Chef Martin Ohneberg und Ex-Voestalpine-Manager Wolfgang Eder, durchgesetzt.

© IV-Steiermark/ Marija-M. Kanizaj

Der Steirer Georg Knill setzte sich gegen Martin Ohneberg und Wolfgang Eder durch.

Knill ist bereits seit 20 Jahren in der steirischen IV aktiv und derzeit auch deren Präsident. Bundesweit gewählt wurde er vom gut 120-köpfigen IV-Vorstand jetzt einmal bis 2024. Danach ist eine weitere Funktionsperiode möglich. Knill löst den Wiener Unternehmer Georg Kapsch ab, der der IV acht Jahre lang vorstand.

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Mit Georg Knill schwingt sich nun ein Vertreter der (zumindest industriell gesehen) jüngeren Generation in den Chefsessel der Industriellenvereinigung (IV) - der noch dazu ein Unternehmenseigentümer ist, was sich auch viele Wahlberechtigte gewünscht haben. Der 47 Jahre alte Manager der familieneigenen Knill Gruppe hat seit 2016 auch schon Erfahrung als Präsident der IV Steiermark. Knill leitet das Familienunternehmen - ein Mischkonzern - mit seinem Bruder Christian seit 2002. Dieser ist Wirtschaftskennern von den jährlichen Metaller-KV-Verhandlungen auf Seiten des Fachverbandes der Metalltechnischen Industrie ein Begriff.

300-jährige Firmengeschichte

Die Geschichte ihres Familienunternehmens reicht bis ins Jahr 1702 zurück, es hieß damals noch Mosdorfer. Die seinerzeitige Kaiserliche Armee wurde vornehmlich mit Säbeln der Firma mit Sitz in Weiz in der Steiermark beliefert. Knill hat sein Geschäft im Familienunternehmen von der Pike auf gelernt. Und auch in der IV ist er bereits seit knapp 20 Jahren engagiert. Von 2001 bis 2008 war er Vorsitzender der Jungen Industrie Steiermark, von 2012 bis 2016 war er Vize der IV in der grünen Mark und seit 2016 ist er Präsident. "Wir sind stolz auf unsere 300-jährige Geschichte und Tradition", heißt es auf der Unternehmenshomepage. Kein Wunder, dass es sogar ein Firmenmuseum gibt - mit dem Namen "Die Klingenschmiede".

Knill-Brüder wuchsen im Betrieb auf

Konkret leiten die Knill-Brüder die zwei rechtlichen Gesellschaften der Knill Gruppe - die Knill Energy Holding GmbH und die Rosendahl Nextrom GmbH. Beide voneinander unabhängigen Gesellschaften befinden sich zu je zur Hälfte im Besitz von Christian und Georg Knill. Standorte gibt es in Europa, Asien, den USA und Australien. Wie die Tätigkeit in den Interessensvertretungen IV (Georg) und Wirtschaftskammer (Christian), haben sich die Brüder das Unternehmen aufgeteilt. Georg Knill ist der jüngere der beiden Knill-Brüder, die auch noch eine Schwester haben. Die Buben wuchsen im Betrieb auf. "Unsere Berufslaufbahn war also im klassisch, konservativen Elternhaus vorgegeben", sagte Knill zum 300-Jahr-Jubiläum der Knill Gruppe der steirischen "Kleinen Zeitung". Demnach bezeichnet sich Knill auch als bodenständiger Mensch, der in der Heimat verwurzelt ist. Als Hobbys nennt er kochen und sein Damwildgehege. Knill ist HTL-Absolvent, verheiratet und hat zwei Töchter. Knill arbeitet auch gerne von zu Hause und sagt "meine Tasche ist mein Büro". Jetzt wird er als IV-Präsident öfters nach Wien kommen müssen. (APA)

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