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Wer ist Patent-Europameister?

Jährlich veröffentlich das Europäische Patentamt die Anmeldezahlen für das zurückliegende Jahr. 2018 war es ein knappes Finale zwischen Siemens und Huawei.

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In Summe wurden 2018 mehr als 174.000 Patente beim EPA angemeldet (+ 4,6 Prozent)

Acht Patentanmeldungen trennen den chinesischen Telekommunikationskonzern Huawei und Siemens. Mit 2.493 Patentanmeldungen verweist Siemens dabei den Vorjahressieger Huawei auf Rang zwei, gefolgt von Samsung und LG. Letztes Jahr konnte das Unternehmen den zweiten Platz erreichen, im Jahr 2011 war Siemens das letzte Mal Spitzenreiter in Europa. Mehr als 25 Prozent der Patente entfallen auf die Bereiche Industrie 4.0 und Digitalisierung – hier konnte Siemens deutlich mehr Schutzrechte anmelden als im Vorjahr. Auch bei Künstlicher Intelligenz und Cyber-Sicherheit verzeichnet Siemens einen wesentlichen Anstieg, heißt es stolz in der Unternehmenszentrale. 

Auf Platz 5 kommt der US-Mischkonzern United Technologies (Vorjahr Platz 7). Royal Philips meldete 1617 Patente an und landet auf Platz 6. Dahinter kommen Qualcomm, Ericsson, GE und Bosch mit 1286 Patenten. 

In Summe wurden 2018 mehr als 174.000 Patente beim EPA angemeldet (+ 4,6 Prozent). Davon kamen 47 Prozent aus den 38 Mitgliedstaaten der Europäischen Patentorganisation (EPO). Die USA sind mit rund 44.000 Anmeldungen (+ 2,5 Prozent gegenüber 2017) weiterhin die führende Patentnation, gefolgt von Deutschland (27.000; + 4,7 Prozent), Japan (23.000; + 3,9 Prozent), Frankreich (10.000; - 2,8 Prozent), China (9.000; + 8,8 Prozent) und der Schweiz (8.000; + 7,8 Prozent). Österreichische Unternehmen meldeten 2292 Patente an (+3,8 Prozent). 

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