Elektromobilität

Was PSA und Opel bei Batteriezellen planen

Ein Brief des deutschen und französischen Wirtschaftsministers an die EU-Kommission elektrisiert gerade die Automobilindustrie. Dort pocht man auf eine Hersteller-Allianz für die Batteriezellenfertigung in Europa.

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Hersteller-Allianz: Was PSA und Opel bei Batteriezellen planen.

Ein Brief des deutschen und französischen Wirtschaftsministers an die EU-Kommission elektrisiert gerade die Automobilindustrie. Die "Frankfurter Allgemeine" (FAZ) berichtet, dass Deutschland und Frankreich eine Hersteller-Allianz fördern wollen und dies nun in Brüssel beantragen wollen. Ein Konsortium für die Batteriezellenfertigung sei damit gefunden. Der  „Letter of Intent“ an die EU-Kommission spricht dabei von einer staatlichen Förderung. Laut der FAZ ist Peugeot (PSA) mit Opel sowie der französische Batteriehersteller Saft (Total Konzern) Teil dieser Hersteller-Allianz.  

Dringende Entscheidung nötig 

„Wegen drängender und irreversibler strategischer Entscheidungen der Partner“ brauche man möglichst bald grünes Licht aus Brüssel für das Projekt, heißt es in dem Schreiben, das der Zeitung vorliegt. Geplant sei eine „großformatige und nachhaltige Batteriefertigung in Frankreich und Deutschland“. In Deutschland könnte das Werk Kaiserslautern von dem Projekt profitieren. Um wie viel Fördergeld es dabei geht, wird nicht erwähnt. Die Batterieentwicklung spielt für den Erfolg der Elektromobilität eine zentrale Rolle. Auch der "Verein Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer" plädierte vor kurzem für eine Batteriezellenproduktion in Europa

Auch Chinesen wollen in Europa produzieren

VW denkt drüber nach, Continental ziert sich noch, Bosch setzt auf Partnerschaften: Das Thema Batteriezellenfertigung ist in Europa also hoch im Kurs. Und das wissen auch die Chinesen. Jüngst tauchten Berichte auf, wo der chinesische Batteriezellenhersteller Catl einem Medienbericht zufolge einen Standort der insolventen Solarworld Industries im thüringischen Arnstadt übernommen haben soll. Schon 2022 soll hier eine Fabrik für Lithium-Ionen-Batteriezellen in Betrieb gehen. Übrigens auch Siemens mischt in diesem Markt mit. Der Industriekonzern wurde letztes Jahr Technologiepartner des schwedischen Batteriespezialisten Northvolt und investierte 10 Mio. Euro beim Aufbau einer Batteriefabrik in Europa.

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