In Kooperation mit Elektror airsystems

Was Elektror airsystems mit dem Red Bull Air Race zu tun hat

Mit einer eigens vom Team Elektror Österreich entwickelten Ventilatoren-Serie entwickelt und produziert Elektror benzingetriebene Axialventilatoren für die Pylonen des Red Bull Air Race.

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Versteckter Einsatz: Bei den Red Bull Air Race sind in den Pylonen Ventilatoren von Elektror an der Arbeit.

Elektror ist ein langjährig etablierter und erfahrener Global Player für lufttechnische Lösungen. Mit Hauptsitz in Deutschland und einer knapp 100-jährigen Unternehmensgeschichte ist das Unternehmen eines der wichtigsten Produzenten von Industrieventilatoren und Seitenkanalverdichtern. Das Produkt-Portfolio beinhaltet ein weites Spektrum an kundenspezifischen Lösungen mit einem weltweit einzigartigen Qualitätsstandard. Die Geräte sind meist nicht sichtbar, weil sie in Maschinen und Anlagen verbaut sind. Trotzdem sind die Elektror Ventilatoren in fast jeder industriellen Branche zu finden. Wenn Luft als Arbeitsmedium genutzt wird, dann ist das ein Fall für den erfolgreichen Ventilatorenhersteller.

Versteckter Einsatz beim Red Bull Air Race

Eines der Projekte, bei denen die lufttechnische Lösung nicht gleich ersichtlich ist, ist das Pylonen-Projekt der Red Bull Air Race. Hinter diesem Projekt steckt eine bereits zehnjährige Zusammenarbeit mit der Firma Bellutti Planen aus Innsbruck. Bellutti stattet weltweit alle Red Bull Air Race mit luftgefüllten Pylonen aus und ist zusätzlich für die Funktionalität, den Aufbau und den Transport dieser verantwortlich. Damals war Bellutti auf der Suche nach einem Partner, der den lufttechnischen Bereich für die „Charger“ abdeckt. „Charger“ ist die offizielle Bezeichnung für das System, mit dem die etwa 20 Meter hohen Pylonen, die beim Air Race den Racetrack abstecken, mit Luft befüllt werden.

Plyon, Elektror, airsystems, GmbH © Elektror airsystems GmbH

Im Inneren eines Pylon: Elektror lieferte hierfür damals die richtige Lösung: ein Axialventiltor, der die Luft direkt in den Pylon bläst und mit einem 15-PS-Honda-Benzinmotor angetrieben wurde.

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Schwierige Bedingungen

Die von Bellutti gestellten Anforderungen waren sehr hoch, da die Charger sowohl beim weltweiten Einsatz als auch beim Transport sehr stark belastet werden. Bei einer tatsächlichen Berührung muss der Pylon zuverlässig reißen und darf sich nicht um den Flieger wickeln. Nur mit einer exakten Auslegung von Druck und Volumenstrom des Chargers lassen sich die notwendige Standfestigkeit und gleichzeitig Flexibilität der Pylone in vollem Maße bewerkstelligen. Um einen möglichst schnellen Austausch von beschädigten Pylonen zu gewährleisten, war zudem ein rascher Druckab- und anschließender Druckaufbau gefordert. Die erschwerten Einsatzbedingungen erweiterten das Lastenheft noch einmal erheblich: Da sich die Inseln, auf denen die Pylone und damit auch die Charger befestigt sind, freischwimmend auf dem Wasser befinden und keine Stromanbindung haben, muss der Antrieb über einen Benzinmotor erfolgen. Zusätzlich mussten ständige Wellenbewegungen, unterschiedlichste Umgebungstemperaturen und Wetterbedingungen, Wasser von oben und von unten sowie Gischt- und Sandverwehungen schon von Anfang an mit in die Überlegungen für dieses Projekt einbezogen werden.

Plyon, Elektror, airsystems, GmbH © Elektror airsystems GmbH

Immer mit dabei: Wenn Luft als Arbeitsmedium genutzt wird, dann ist das ein Fall für den erfolgreichen Ventilatorenhersteller.

Den logistischen Aufwand klein halten

Neben den genannten Anforderungen an die Funktionalität, hatte auch die Transportfähigkeit einen sehr hohen Stellenwert bei Bellutti. Bis zu sieben unterschiedliche Austragungsorte in einer Saison, die über die ganze Welt verstreut sind, erfordern einen gewaltigen Logistikaufwand. Schon um den Auf- und Abbau vor Ort nicht unnötig zu verzögern, sollen die Charger möglichst leicht und kompakt sein. Zum optimierten Beladen der Transportcontainer, die meist per Schiff oder Flugzeug zum nächsten Austragungsort transportiert werden, müssen die Charger zudem stapelbar und äußerst stabil konstruiert werden.

Vom Prototypen zur Serienreife

Elektror lieferte hierfür damals die richtige Lösung: ein Axialventiltor, der die Luft direkt in den Pylon bläst und mit einem 15-PS-Honda-Benzinmotor angetrieben wurde. Eine funkferngesteuerte Drehzahlsteuerung regelte den Druck innerhalb des Pylonen, um ihn bei Bedarf schnell aufzustellen oder in sich zusammenfallen zu lassen. Und die Erfolgsgeschichte geht weiter. 2016 wurde ein weiterer Prototyp eines Ventilators gebaut, der direkt Serienreife erlangte. Denn das Team von Elektror Österreich wollte die bestehende Lösung noch leistungsfähiger und benutzerfreundlicher gestalten, was auch gelang. Die Ventilatoren verfügen nun über größere Motoren bei geringerer Umdrehungszahl. Das schont den Motor und verlängert die Lebenszeit des Geräts. Gleichzeitig werden alle Ventilatoren zentral überwacht. Dies geschieht durch ein Feedback-System. Auch Druck- und Volumenstrom im Pylon werden genauestens überwacht. (Coverstory FAC 12/18)

Airrace, Red, Bull © M I H A I S T R E T C U/ R E D B U L L C O N T E N T P O O L

Das Red Bull Air Race präsentiert die besten Rennpiloten der Welt in einer innovativen Motorsport-Competition.

Über das Red Bull Air Race

Seit Beginn der ersten offiziellen Weltmeisterschaft 2005 hat die Wettkampfserie an vielen spektakulären und atemberaubenden Orten rund um den Globus Station gemacht. Das Red Bull Air Race präsentiert die besten Rennpiloten der Welt in einer innovativen Motorsport-Competition, welche auf Geschwindigkeit, Präzision und Können basiert. Die Piloten steuern ihre schnellen, wendigen und leichten Rennflugzeuge nur wenige Meter über dem Boden zwischen aufblasbaren Pylonen. Dabei erreichen sie Geschwindigkeiten von 370 km/h und sind Fliehkräften von bis zu 12 G-Kräften ausgesetzt.  www.redbullairrace.com.

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