In Kooperation mit Rittal

Was die neuen Kompaktschaltschränke von Rittal können

Seit fast 60 Jahren ist der AE Kompaktschaltschrank von Rittal das meist verwendete Gehäusesystem der Welt. Jetzt hat der Hersteller mit den Serien AX und KX sein komplettes Programm für Kompaktschaltschränke inklusive Kleingehäuse einem Relaunch unterzogen.

Rittal Produkt Smart Automation 2019 IT Elektronik Automation

Flexibler: Schienen und Nockenprägung vereinfachen den Innenausbau. Die im Gehäuse eingeprägten Nocken ermöglichen den zeitsparenden und präzisen Einsatz der Schiene für Innenausbau zum weiteren Ausbau mit Rittal System-Chassis und Zubehör. (*Gilt nicht für Edelstahl)

Er gilt als das Original und erster Serienschaltschrank, wurde permanent verbessert und ist bis heute millionenfach in nahezu allen Branchen zu Hause. Rund 35 Millionen des AE wurden bereits verkauft. Die dreifache Oberflächenbehandlung der Gehäuse oder die optionale Ausführung in Edelstahl machen ihn für viele Anwendungen zur Lösung erster Wahl, um elektrotechnische Komponenten für Steuerungs- und Schaltanlagen sicher unterzubringen. Dazu tragen auch vielfältige Ausbaumöglichkeiten durch ein umfassendes Zubehörprogramm sowie internationale Approbationen bei.

Reduzierte Komplexität vereinfacht Engineering

Aufgrund sich verändernder Anforderungen an die Gehäusetechnik hat sich Rittal entschieden, sein Produktprogramm grundlegend weiterzuentwickeln. So kommen etwa durch die steigende Digitalisierung und Automatisierung in der Anlagentechnik immer mehr Sensoren und Aktoren zum Einsatz. So gibt es bei den Kompaktschaltschränken jetzt nur noch eine statt zwei Produktlinien – ohne dass die Abmessungen oder Anwendungen verloren gehen. Bei den Kleingehäusen wurde die Anzahl von drei auf eine Produktlinie reduziert. So ersetzt die neue Kompaktschaltschrank-Serie AX die AE- und CM-Schränke. Bei den Kleingehäusen gibt es nun die KX-Gehäuse statt den bisherigen Serien KL, EB und BG. Eine geringere Teilevielfalt reduziert die Komplexität und vereinfacht darüber hinaus auch die Planung.

Rittal © Rittal

Einfacher: Hochwertige 3D-Daten für durchgängig digitalisierte Abläufe sind einfach über die Rittal Website oder das Eplan Data Portal verfügbar und schaffen Wertschöpfung schon in der Lieferkette. Teilereduzierung sorgt für vereinfachtes Engineering. Konfiguration und Bestellung erfolgen einfach über das Rittal Configuration System und den Onlineshop.

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3D-Modell innerhalb des Konfigurators

Besonders komfortabel und zeitsparend ist die Konfiguration und Bestellung über das Rittal Configuration System. Der Konfigurator arbeitet auf der Basis von elektronisch hinterlegten Regelwerken. Eine Plausibilitätsprüfung verhindert, dass falsches oder nicht passendes Zubehör überhaupt angezeigt wird. Das Planungstool erleichtert nicht nur die Auswahl einzelner Produkte. In einem 3D-Modell innerhalb des Konfigurators kann das gewählte Zubehör gleich an der dafür vorgesehenen Stelle platziert werden. Diese ist dann reserviert und kann nicht für andere Zubehör­komponenten verwendet werden. Um die für das ausgewählte Zubehör benötigten Ausbrüche und Bohrungen zu berücksichtigen, ist das Anlegen einer mechanische Bearbeitung im Konfigurationssystem vorgesehen. Im Anschluss können die so konfigurierten Schaltschränke und Gehäuse inklusive Stückliste direkt in die 3D-Aufbauplanung übernommen werden.

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Schneller: Alle Flachteile sind bei Auslieferung lose beigelegt und können direkt ohne Demontage bearbeitet werden. Die Montage ist schnell, da sie weitgehend werkzeuglos erfolgen kann.

Mehr Geschwindigkeit in der Werkstatt

Die neuen Kompaktschaltschränke und Kleingehäuse vereinfachen die Arbeit aber nicht nur im Engineering, sondern bieten auch vielen weiteren Kundenprozessen zahlreiche Vorteile. Dies beginnt schon bei der Lieferung: Alle Flachteile sind der Verpackung einzeln entnehmbar und müssen für die Bearbeitung nicht erst zeitraubend demontiert werden. Da alle Flachteile mit einem QR-Code versehen sind, ist eine lückenlose Verfolgung innerhalb der Werkstatt möglich. Um die Türen nach der Bearbeitung einzubauen, ist kein Werkzeug mehr notwendig. Dies gilt auch für die werkzeuglose Montage der Vorreiber Verschlüsse. Die Erdung von Montageplatte und Tür ist beim neuen Kompaktschaltschrank verbessert. So kann die Erdung an der Montageplatte von der Vorderseite aus auch nachträglich festgeschraubt werden. Ebenfalls neu sind die Wandbefestigungshalter, die sich jetzt ganz einfach von außen am Gehäuse befestigen lassen. Die Schutzart des Gehäuses bleibt erhalten, wenn die Wandbefestigungshalter montiert werden.

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Mehr Platz: Die Flanschplatten, durch die Leitungen im Boden des Kompaktschaltschranks geführt werden, bieten je nach Modell durchschnittlich 35 % mehr Platz gegenüber der Vorgängerlösung.

Höhere Flexibilität durch Systemtechnik

Die AX-Kompaktschaltschränke bieten – jetzt erstmalig als Systemschränke – dem Anwender eine neue Flexibilität für den Innenausbau. So sind die Flanschplatten, durch die Leitungen im Boden des Kompaktschaltschranks geführt werden, jetzt deutlich größer. In Abhängigkeit vom jeweiligen Modell ist durchschnittlich 35 % mehr Platz gegenüber der Vorgängerlösung vorhanden. Damit erfüllt der AX eine der wesentlichen Kundenanforderungen. Weitere Flexibilität bietet eine Nockenprägung in den Seitenwänden, durch die das einfache und präzise Anbringen von Innenausbauschienen einfach möglich wird. Die formschlüssige Montage erhöht dabei die Stabilität und damit die Sicherheit auch bei dynamischen Belastungen. Es lassen sich unter anderem Türpositionsschalter, Türarretierungen, Kabelschläuche, Klemmleisten, Schaltschrankleuchten ohne mechanische Bearbeitung der Gehäuse direkt an den Innenausbauschienen befestigen. Besonderer Mehrwert: Durch den fest definierten Abstand zwischen den Schienen lässt sich das Systemzubehör aus dem VX25 Schaltschrankprogramm verwenden. Dabei sind keinerlei mechanische Bearbeitungen an den Schaltschränken notwendig. Die neuen Funktionalitäten führen dazu, dass der Platz im Kompaktschaltschrank besser ausgenutzt werden kann.

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Industrie 4.0 in der Praxis: Die Fertigung der Kompaktschaltschränke AX und der Kleingehäuse KX findet in dem neu errichteten Werk in Haiger statt. Das weltweit modernste Produktionswerk für Kompaktgehäuse setzt durchgängig auf Industrie-4.0-Konzepte und auf hochautomatisierte Prozesse, um eine ständige Verfügbarkeit der Produkte sicherzustellen.

Da keine Bohrungen oder Fräsungen in die Kompaktschaltschränke oder Kleingehäuse eingebracht werden müssen, um das Systemzubehör einzubauen, bleiben die Schutzarten stets erhalten. Auch die UL-Konformität, die für die Inbetriebnahme auf dem nordamerikanischen Markt von entscheidender Bedeutung ist, bleibt unabhängig vom verwendeten Zubehör erhalten.

Vielfältige Lösungen für jede Anforderung

Mit den neuen AX-Kompaktschaltschränken und KX-Kleingehäusen steht für jede Aufgabe die passende Ausführung zur Verfügung. Wenn nur wenige Komponenten untergebracht werden müssen, eignen sich die KX-Kleingehäuse ab einer Größe von 150 mm x 150 mm x 80 mm. Je nach Anzahl und Größe der Komponenten sind die verschiedensten Abmessungen sowohl in der KX- als auch der AX-Serie erhältlich. Die AX-Kompaktschaltschränke sind mit Tiefen von 210 mm bis 400 mm und mit einer maximalen Größe bis zu 1.000 mm x 1.400 mm lieferbar. Insgesamt gibt es den neuen AX in etwa 40 verschiedenen Abmessungen. Die meisten Modelle gibt es sowohl in lackiertem Stahlblech als auch in Edelstahl-Versionen. Der Anwender kann also flexibel das zu seinen Anforderungen passende Gehäuse auswählen.

Mit der Neuentwicklung der Kompaktschaltschränke und Kleingehäuse denkt Rittal wieder einen Schritt voraus und trägt den veränderten Anforderungen der Branche durch die fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung Rechnung. Anlagenbauer, die von die vielen Verbesserungen profitieren, eröffnen sich dadurch neue Perspektiven auf Wertschöpfung.

(Anm. Redaktion: Dieser Text entstand in Kooperation mit Rittal und war Coverstory der Factory-Ausgabe 05/19)

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